Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Willie Kimbrough Elvis-Revue ohne den King in Stuhr

Von Mareike Bader | 03.06.2018, 21:09 Uhr

Es war kein Tribut-Konzert an den „King of Rock‘n‘Roll“. Dabei wurden viele Elvis-Presley-Hits gesungen. Willie Kimbrough hatte nur ziemlich wenig Ähnlichkeit mit dem King.

Nein, auf der Bühne im Stuhrer Rathaus steht am Samstagabend kein Elvis-Imitator. Mit dem zu großen Anzug, der Sonnenbrille, der Schiebermütze und nicht zuletzt den Tanzbewegungen, die mehr an Ray Charles erinnerten, ist der afroamerikanische Willie Kimbrough eigentlich das komplette Gegenteil des „King of Rock‘n‘Roll“.

Aber darum geht es im musikalischen Kammerspiel auch nicht. Ein Tribute-Programm ist nicht das Ziel. Der Sänger singt zwar Songs von Elvis Presley, aber erzählt wird eine ganz andere Geschichte. Die beginnt vor 30 Jahren, als Willie in Amerika seinen Vater zu finden und endet zurück in Bremerhaven im Wohnzimmer der Mutter.

Kimbrough sitzt dabei nachdenklich am Tisch neben der alten Lampe, während „Conférencier“ Gerth Schmidt die Geschichte erzählt. Kaum ist das Kapitel abgeschlossen, steht der Sänger auf und gibt die altbekannten Hits von Elvis Presley zum Besten.

Zwei Schlagzeuger auf einer Bühne

Begleitet wird Kimbrough von sechs Musikern. Olaf Satzer am Schlagzeug steckt hinter der Idee des musikalischen Kammerspiels. Da ihn sein Freund Peter Schinzel, ebenfalls Schlagzeuger, dazu angestiftet hat, spielt dieser Percussion.

Live-Musik statt großem Szenenbild und Tanz, heißt es hier. Das Publikum ergreift die Gruppendynamik und der Rhythmus der Musik des Kings, die auch heute noch mitreißt. Gemeinsam wird mitgewippt – und so bekommen die Hits des großen Elvis Presley eine ganz eigene Note.