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Wohnhaus in Flammen Seniorin stirbt nach Brand in Stuhr

Von Eyke Swarovsky | 19.01.2016, 12:43 Uhr

Bei einem Feuer in einem Wohnhaus in Stuhr ist die 84-jährige Bewohnerin zunächst schwer verletzt worden und im Anschluss im Krankenhaus verstorben.

Kurz nach 19.30 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Stuhr und Brinkum zu einem Gebäudebrand an der Saarstraße alarmiert. Von der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Diepholz erhielten die Einsatzkräfte zunächst die Information, dass dort ein Mehrfamilienhaus in Flammen stehen soll. Die Feuerwehr ging dadurch von einem sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ aus und schickte dementsprechend zahlreiche Fahrzeuge aus Stuhr, Fahrenhorst und Kirchweyhe zum Einsatzort.

84-jährige Bewohnerin läuft brennend aus dem Haus

Vor Ort stellte sich die Lage laut Bericht der Feuerwehr Stuhr so dar, dass der Eingangsbereich eines Einfamilienhauses in Vollbrand stand. Auf dem Gehweg vor dem Haus lag laut Feuerwehr die 84-jährige Bewohnerin. Die Frau war durch schwere Verbrennungen lebensgefährlich verletzt. Nachbarn sprachen davon, dass die Frau brennend aus dem Haus gelaufen kam.

Seniorin verstirbt im Krankenhaus

Nachbarn reagierten umsichtig und löschten die Frau mit Decken ab um sie bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte zu betreuen. Die Feuerwehr übernahm die Versorgung der Verletzen Person und brachte die Frau in ein Krankenhaus. Dort verstarb die Seniorin in der Nacht an ihren schweren Verletzungen.

Suche nach weiteren Personen

Um das Feuer zu löschen, ging ein Angriffstrupp der Feuerwehr unter Atemschutz ins Gebäude vor. Der Brand hatte sich über den Flur in weitere Räume des Gebäudes ausgebreitet. Da nicht vollständig ausgeschlossen werden konnte, dass sich weiteren Personen in dem Haus befanden, wurden alle Räume abgesucht. Zur weiteren Erkundung und Brandbekämpfung wurde eine Öffnung durch die Terrassentür auf der Rückseite des Hauses geschaffen, durch die ein weiterer Trupp ins Gebäude ging. Nach rund einer halben Stunde konnte von der Feuerwehr „Feuer aus“ gemeldet werden.

Wärmebildkamera im Einsatz

Die Nachlöscharbeiten und die Suche nach versteckten Brandnestern dauerte noch eine weitere Stunde an. Hierzu kam eine Wärmebildkamera zum Einsatz, um auszuschließen, dass es in der Dachhaut noch weiter brennt.

Polizei ermittelt

Feuerwehr und Rettungsdienst waren insgesamt mit 61 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz konnte nach knapp zwei Stunden beendet und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Diese hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.