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Wohnungsbau in Stuhr Neue Baugrundstücke sollen hohe Nachfrage befriedigen

Von Dirk Hamm | 19.10.2018, 18:46 Uhr

Die Nachfrage nach Baugrundstücken in Stuhr ist groß. In Alt-Stuhr und in Brinkum will die Gemeinde mit neuen Bebauungsplänen den Druck mildern.

Für eine knapp drei Hektar große Fläche südlich der Straße Auf dem Steinkamp in Brinkum ist der Vorentwurf eines Bebauungsplans erstellt worden. In Alt-Stuhr geht es um Nachverdichtung: Auf einem Grundstück an der Stuhrreihe, nahe der Einmündung des Kiefernwegs, sollen bestehende Gebäude abgerissen und durch verdichtete Wohnbebauung ersetzt werden. Auch hierzu soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

In beiden Fällen hat der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt am Donnerstagabend ein zustimmendes Votum abgegeben. Auf der Grundlage der B-Plan-Vorentwürfe folgt nun gemäß dem Baurecht die sogenannte frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung.

Gemeinde erwirbt 1,5 Hektar hinzu

An der Stuhrreihe sollen nach Vorstellungen der Verwaltung ältere Wohngebäude und eine Werkstatthalle weichen, „um das im Innenbereich vorhandene Flächenpotenzial für eine zentrumsnahe Wohnbebauung zu nutzen“. Im Zuge des aufzustellenden B-Plans „Stuhrreihe II“ soll ein allgemeines Wohngebiet mit etwa fünf maximal zweigeschossigen Gebäuden entstehen. Die bestehenden stattlichen Laubbäume sollen dabei erhalten bleiben.

Im Gebiet Auf dem Steinkamp/Leester Straße/Alte Heerstraße in Brinkum sollte bislang eine freie Fläche von knapp 1,4 Hektar beplant werden. Inzwischen hat die Gemeinde eine rund 1,5 Hektar große angrenzende Freifläche hinzu erworben, die aufgrund der anhaltenden Nachfrage in Brinkum ebenfalls zu Wohnbauland entwickelt werden soll.

Bis zu 60 neue Wohneinheiten möglich

Notwendig ist auch die Änderung des Flächennutzungsplans, der bisher nur Flächen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft vorsieht. Im Bebauungsplan „Auf dem Steinkamp“ sind im südlichen Teil nur Einzelhäuser, im Norden auch Doppelhäuser vorgesehen, jeweils in eingeschossiger Bauweise. Insgesamt könnten bis zu 60 Wohneinheiten entstehen.

Eine Änderung des Bebauungsplans „Windhorst“ in Moordeich stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Der Ausschuss stimmte für eine Begrenzung der zulässigen Bauhöhen und Geschosszahlen, um das homogene Erscheinungsbild des Wohnviertels zu erhalten.

Rettungswache soll nach Stuhrbaum ziehen

Außerdem votierte der Ausschuss für eine Änderung des Flächennutzungsplans, die den Weg freimachen soll für den geplanten Umzug der jetzt noch in Brinkum untergebrachten Rettungswache. Als neuer Standort ist ein bislang als Grünfläche genutztes gemeindeeigenes Grundstück an der Straße Stuhrbaum, in unmittelbarer Nähe zur A1 gelegen, auserkoren worden.

Mit der Umsiedlung der Rettungswache soll künftig auch in den unterversorgten Ortsteilen Varrel und Groß Mackenstedt eine Erreichbarkeit innerhalb von maximal 15 Minuten nach dem Notruf gewährleistet werden.