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Zentrale bislang in Stuhr Kindermoden-Kette Kiki ist zum Teil gerettet

Von Thomas Breuer | 06.12.2016, 18:54 Uhr

Die Textilkette „Kiki Kindermode“ wird zum größten Teil von der Bremer Bührmann-Gruppe übernommen.

Aus der überstandenen Insolvenzphase heraus geht es für die Kindermoden-Kette Kiki weiter. Laut Insolvenzverwalter Dr. Christian Willmer (Verden) bleiben 42 der bislang von Stuhr aus geführten 49 „Kiki Kindermode“-Filialen bestehen.

Neues Terrain für die Bührmann-Gruppe

31 Standorte hat laut Willmer die Bremer Bührmann-Gruppe übernommen, die sich damit auf neues Terrain begibt. Deren Geschäftsführer Theo Bührmann ist unter anderem Ausrichter der Bremer Sixdays, die Bührmann-Gruppe ein Zusammenschluss mehrerer Einzelunternehmen aus den Bereichen Events, Catering, Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Casinos. Die Marke Kiki hat sich nach Bührmanns Einschätzung einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Er ist sich sicher: „Das Unternehmen verfügt heute über eine gesunde Basis, um neues Wachstum zu realisieren.“

Elf Filialen künftig eigenständige Franchise-Stores

Elf Filialen werden künftig als eigenständige Franchise-Stores geführt. Sieben Verlustbringer unter den bisherigen Filialen seien aufgegeben worden, so Willmer. Für rund 140 Mitarbeiter unter den zuletzt noch 195 Beschäftigten im Unternehmen bleiben nach seinen Worten Perspektiven.

Mit Unterzeichnung der Verkaufsvereinbarungen am Donnerstag, 1. Dezember, dem Tag der offiziellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens, wurde die Sanierung der „Kiki Kindermode“-Gruppe formal abgeschlossen.

Zentral künftig wohl in Bremen

„Die Krise der Modebranche ist sicherlich noch nicht überwunden“, sagt Willmer. „Bei ,Kiki Kindermodeʻ hat sich jedoch gezeigt, dass ein Unternehmen im Kern gestärkt aus der Krise hervorgehen kann.“ Unternehmensgründerin Vera Klöhn soll nach seinen Worten auch künftig eine Rolle in der Firma spielen, deren Zentrale wohl nach Bremen verlagert wird. .