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Zum Gedenken an 9. November 1938 Nacht der Jugend in Stuhr setzt Zeichen gegen Rechts

Von Dirk Hamm | 23.10.2018, 10:06 Uhr

Vier Orte, eine Idee: In Stuhr und drei benachbarten Kommunen steigt am 9. November eine Nacht der Jugend. Anlass ist der 80. Jahrestag der Reichspogromnacht.

„Aufstehen – Nicht wegsehen!“ – unter diesem Motto laden die Jugendarbeit-Teams aus Stuhr, Weyhe, Bassum und Syke für Freitag, 9. November, gemeinsam zu einer Nacht der Jugend ein. Der Termin mit parallelen Veranstaltungen in den vier Kommunen ist nicht zufällig gewählt: Am 80. Jahrestag der Reichspogromnacht von 1938 wollen die Organisatoren gemeinsam mit möglichst vielen jungen Teilnehmern an die Naziverbrechen erinnern und ein Zeichen gegen Fremdenhass und Ausgrenzung setzen. Dazu ist ein Programm mit Konzerten, Theater, Diskussionen, Workshops, Infoständen, Mitmachaktionen und Vorträgen erarbeitet worden.

Workshops, Vortrag und Musik im Rathaus

In Stuhr soll an diesem Gedenktag das Rathaus ab 18 Uhr nach den Vorstellungen der Organisatoren zu einem Diskussionsforum „für eine offene Gesellschaft, gegen Rechts“ werden. Christian Wille, Leiter des Jugendtreffs Haus am Wall in Brinkum, und der neue Leiter des Teams Jugend der Gemeinde Stuhr, Thorsten Meyer, wollten bei der Vorstellung des Konzepts für die Nacht der Jugend noch nicht alles verraten, was die Besucher erwartet. Einige Details nannten sie dann doch: In Raum 145/146 sowie im Foyer des Rathauses wird es unter anderem Workshops zu rechten Symbolen, Poetry Slam und Songwriting geben. Ein Vortrag informiert über die „Frauen von Obernheide“, jüdische Frauen, die 1944/45 ins KZ-Außenlager in Stuhr-Obernheide deportiert wurden.

Rapper aus Berlin tritt auf

Die Schulen der Gemeinde sind unter anderem mit Theater- und Videoprojekten stark eingebunden. Höhepunkte der Nacht der Jugend in Stuhr sind die Auftritte des Berliner Rappers Kobito und der Band Faakmarwin aus Bremen. Der Eintritt ist frei.