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Handball-Oberliga Nur ein halbes Happyend für den TV Neerstedt

Von Heinz Quahs | 23.02.2020, 19:22 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt retten in einer packenden Schlussphase gegen den VfL Horneburg noch einen Punkt – zu wenig, um in der Tabelle den Anschluss zu schaffen.

Die Handballerinnen des TV Neerstedt schienen sich in dieser Saison schon frühzeitig mit dem Abstieg arrangiert zu haben, am Samstag fehlte aber nicht viel und das Schlusslicht hätte plötzlich wieder alle Chancen gehabt. Bei einem Heimsieg über den Vorletzten VfL Horneburg hätte der Rückstand auf das rettende Ufer nur noch drei Punkte betragen, die Neerstedterinnen mussten sich aber mit einem 22:22 (10:12) abfinden, mit dem keiner so richtig zufrieden war. „Es waren Chancen genug da, doch fehlte die letzte Konsequenz zum erfolgreichen Torwurf. Wir belohnen uns einfach nicht für unser engagiertes Spiel“, haderte TVN-Trainer Maik Haverkamp.

Bis zum 8:6 durch die am Ende siebenfache Torschützin Nadja Albes sah es zunächst gut aus für die Gastgeberinnen. Dann aber landeten viel Pässe im Nirgendwo, und Horneburg wurde mutiger. Nach dem 9:9 gingen sechs der nächsten sieben Tore auf das Konto der Gäste.

Ausgleich in Unterzahl

Eine Viertelstunde vor Schluss lagen die Neerstedterinnen mit 14:19 zurück, bis dahin hatten sie schon fünf Siebenmeter verworfen. Vier verschiedene Spielerinnen waren mit ihren Strafwürfen gescheitert. Horneburgs Torhüterin Franziska Martens war der große Rückhalt ihres Teams, doch auch ihre Neerstedter Kollegin Sina Huntemann kam immer besser in Fahrt. Auch durch drei Tore von Stefanie Hanuschek verkürzte der Tabellenletzte in der 54. Minute auf 19:20. Nach dem 20:22 durch Horneburgs Torjägerin Sara Gefken sah es so aus, als würden die Neerstedterinnen mal wieder leer ausgehen. Nach Agnieszka Blachas Anschlusstreffer kassierte Hanuschek eine etwas überzogene Zeitstrafe – die einzige für ihr Team, durch die ihre Mannschaft den Rest des Spiels in Unterzahl überstehen musste. Huntemann parierte in der packenden Schlussphase einen freien Wurf, auf der Gegenseite gelang Fenna van Dreumel 17 Sekunden vor Schluss noch der Ausgleich. „Dieses Mal sind wir zurückgekommen und haben uns immerhin noch einen Punkt gesichert“, sagte Haverkamp.