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Fußball-Regionalliga Frauen TV Jahn Delmenhorst verliert beim Hamburger SV

Von Nico Nadig | 01.03.2020, 22:37 Uhr

Die Fußballerinnen haben ihre erste Regionalliga-Partie nach der Winterpause 2019/20 beim Hamburger SV verloren. Trotzdem war ihr Trainer Claus-Dieter Meier mit dem Auftritt zufrieden.

Im ersten Spiel nach der Winterpause der Saison 2019/20 haben die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst eine Pleite quittieren müssen: Beim Hamburger SV unterlag die Elf von Trainer Claus-Dieter Meier mit 0:2 (0:1). In der Tabelle der Regionalliga Nord belegt sie nun mit 15 Punkten den siebten Platz. Unzufrieden mit der Leistung seiner Elf beim HSV war Meier keineswegs, wenngleich die Niederlage vermeidbar gewesen wäre. „Das war nicht der so starke HSV, wie wir ihn erwartet hätten. Die Gegentore sind aus unseren Fehlern resultiert. Für das erste Spiel nach der Pause und in Anbetracht unserer Trainingsmöglichkeiten derzeit muss ich aber zufrieden sein“, sagte der Trainer.

HSV bestraft Fehler in Jahn-Defensive

Meier hatte seine Mannschaft im Vorfeld vor allem vor den ersten Angriffswellen der Gastgeberinnen gewarnt. Und tatsächlich hätten die Delmenhorsterinnen dem anfänglichen Druck weitestgehend schadlos überstanden, wenn ihnen da nicht ein folgenschwerer Patzer unterlaufen wäre: Einen langen Ball köpfte eine Jahn-Verteidigerin bei ihrem Klärungsversuch direkt vor die Füße von Sarah-Vanessa Stöckmann. Aus zwölf Metern konnte sich die Hamburgerinnen dann eine Ecke aussuchen – der Führungstreffer für den HSV (7.). „Wir hatten da etwas Pech, unsere Spielerin hat genau in die Sonne gesehen. So war es aber natürlich ein Geschenk“, sagte Meier.

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Hamburger SV: Naward; Beckers (75. Siegel), Henke (84. Alizadeh), Dreyer, Watzlawik, Fischer, Burdorf-Sick, Hepfer, Stöckmann, Stein, Albrecht.Jahn Delmenhorst: Ehlers; Poppen, Fahlbusch, Heeren, von Kosodowski, Hechtenberg, Haar, Göbel, Matta, Matzdorf (69. Kastens), Bücking.Tore: Stöckmann (7.), Siegel (79.).

Trotzdem behielten die Jahnerinnen ihre zunächst defensive Grundausrichtung bei. „Wir haben die Räume gut dichtgemacht, sodass der HSV selten sein Passspiel aufziehen konnte“, lobte Meier das defensive Engagement seiner Elf. Das kostete jedoch auch viel Energie. Energie, die im Spiel nach vorne fehlte. Denn die Delmenhorsterinnen ließen nach dem Gegentreffer wenig bis keine klaren Torchancen zu, erspielten sich aber eben im Gegenzug auch selber keine.

Dünne Personaldecke

Nach der Pause versuchte die Meier-Elf, mehr Druck nach vorne und auf den HSV aufzubauen. Das klappte jedoch nur bedingt, was unter anderem auch der dünnen Personaldecke geschuldet war. Schließlich mussten die Delmenhorsterinnen kurzfristig auch noch den Ausfall von Stürmerin Neele Detken verkraften, sodass gerade mal zwei Spielerinnen auf der Bank Platz nahmen. „Ohne Neele war es natürlich noch schwieriger. Im Angriff haben unsere jüngeren Spielerinnen gespielt. In den Eins-gegen-eins-Situationen gegen die erfahrenen Hamburgerinnen hatten sie das Nachsehen. Aber das ist ja auch verständlich“, meinte Meier, der sich keine 100-prozentige Chance zum Ausgleich notiert hatte.

Jahn-Trainer Meier lobt Moral seiner Spielerinnen

So sorgte Alina Jolin Naima Siegel in Minute 79 jedenfalls für die Vorentscheidung: Sie vollendete einen schön herausgespielten Angriff aus spitzem Winkel zum 2:0. „Das war dann ungünstig“, sagte Meier. Kurz vor Abpfiff hätte seine Mannschaft die Partie dann aber tatsächlich noch spannend machen können. Pia von Kosodowski stibitze der HSV-Torhüterin Leola-Celin Naward das Leder. Die Schlussfrau der Hamburgerinnen unterband den Angriff jedoch mit einem Trikot zupfen, ehe es wirklich gefährlich werden konnte. Meier: „Ein Remis wäre möglich gewesen. Aber es ist gut, dass die Mannschaft trotz des frühen Rückstandes immer dagegengehalten hat.“