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Wegen Corona-Krise Handball-Verband Niedersachsen berät über Fortsetzung der Saison 2019/20

Von Lars Pingel | 06.04.2020, 15:49 Uhr

Das Präsidium des Handball-Verbands Niedersachsen will in einer Videokonferenz darüber beraten, ob die Saison 2019/20 wegen der Corona-Pandemie abgebrochen wird. Der Deutsche Handballbund hat eine Empfehlung ausgesprochen.

Der letzte vollständige Spieltag der Saison 2019/20 in den Ligen, die vom Handball-Verband Niedersachsen organisiert werden, ist am Wochenende 7. und 8. März ausgetragen worden. Am 12. März entschied das Präsidium, den Spielbetrieb auf den Ebenen des Verbands und der Gliederungen vorerst bis zum 19. April auszusetzen, um die Ausbreitung des Coronavirus' so schnell wie möglich zu verlangsamen. An diesem Mittwoch sind die Mitglieder des HVN-Präsidiums zu einer Online-Konferenz verabredet, erklärte Präsident Stefan Hüdepohl auf der Internetseite des Verbands. Geplant ist, über die Fortsetzung, die weitere Aussetzung oder eine vorzeitige Beendigung des Spielbetriebs 2019/2020 zu beraten.

DHB empfiehlt, dass es keine Absteiger gibt

Ziel solle "eine bundesweit möglichst einheitliche Regelung sein", teilte Hüdepohl weiter mit. Er stehe daher in ständigem Kontakt mit dem Deutschen Handballbund. Der nationale Dachverband hat derweil seine Empfehlung an die Landesverbände bereits ausgesprochen. "Der Spielbetrieb bleibt – wie bereits am 13. März beschlossen – deutschlandweit bis einschließlich 19. April ausgesetzt. Für die folgende Zeit empfiehlt das DHB-Präsidium die Beendigung des Spielbetriebes der Saison 2019/20 in den Landesverbänden, also in den Klassen unterhalb der 3. Liga. Das reguläre Saisonende ist der 30. Juni", teilte der DHB mit. Es solle dann keine Absteiger, sondern nur Aufsteiger geben. Darüber müssten aber die Verbände letztlich selbst entscheiden. Zudem wurde der Meldeschluss für die Spielzeit 2020/21 der 3. Liga auf den 15. Mai festgelegt und den Landesverbänden eine entsprechende Terminierung nahgelegt. Und das DHB-Präsidium habe sich dafür ausgesprochen, den DHB-Pokal der Männer und Frauen sowie den Amateurpokal der Männer in der Saison 2020/21 nicht auszutragen, hieß es in der Mitteilung.

„Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben und damit auch den Handball fest im Griff. Absoluten Vorrang haben Gesundheit und eine bestmögliche Bekämpfung des Coronavirus. Wir stehen jedoch auch in der gemeinsamen Verantwortung, für den deutschen Handball eine rechtssichere und zukunftweisende Lösung im Umgang mit dieser noch nie dagewesenen Situation zu finden“, sagte Andreas Michelmann, DHB-Präsident.