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Norddeutsche Leichtathletik-Meisterschaften 2020 Fabian Goedeke wieder undankbarer Vierter über 800 Meter

Von Richard Schmid | 04.02.2020, 20:45 Uhr

Eine Medaille bei großen Titelkämpfen bleibt Fabian Goedeke weiter verwehrt. Der Läufer der LGG Ganderkesee wurde im 800-Meter-Lauf der U20 bei den Norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften Vierter.

„Immer wenn es Medaillen gibt, werde ich Vierter“, klagte Fabian Goedeke von der LGG Ganderkesee, der im 800-Meter-Lauf der U20 bei den Norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften mit seiner zweitbesten je gelaufenen Hallenzeit über die vier Runden in 1:57,99 Minuten nur auf Platz vier ins Ziel kam. Der niedersächsisch-bremische Hallenmeister ließ sich beim Start ein wenig überrumpeln und lag in seinem Zeitlauf nach 50 Metern an letzter Stelle. „Ohne dieses taktische Missgeschick hätte Fabian ganz vorne mitlaufen können“, sagte sein Trainer Ekkart Schmidt, der seinem Schützling dennoch einen sehr guten Lauf attestierte. „Fabian ist die letzte Runde von allen Startern am schnellsten gelaufen, aber zu ganz vorne hat es nicht mehr gereicht“, sagte Schmidt. „In der Halle ist angesichts der engen Kurven und den relativ kurzen Geraden sehr schwer zu überholen“, so Schmidt, der fest davon überzeugt ist, dass Goedeke auch im Hinblick auf die deutschen Hallenmeisterschaften in Neubrandenburg „noch deutlich Luft nach oben hat“. Norddeutscher Meister wurde Timo Lindemit vom 1. LAV Rostock in 1:57,01 Minuten.

René Rumpf musste Frust abbauen

Frustabbau war bei René Rumpf angesagt. Vor zwei Wochen verursachte er durch seine Linienübertretung die Disqualifikation seines 4x200-Meter-Staffelteams des SV Werder Bremen bei den Hallen-Landesmeisterschaften. Doch diesmal sicherte der Delmenhorster Sprinter, im letzten Jahr noch im Trikot des Delmenhorster TV und inzwischen für den SV Werder Bremen am Start, seiner Staffel als Schlussläufer hinter dem favorisierten Quartett des VfL Wolfsburg die Silbermedaille. Auch im 60-Meter-Sprint holte sich der 20-Jährige eine Medaille. In neuer persönlicher Bestzeit von 6,94 Sekunden sicherte er sich trotz „verpatztem Start“ (Rumpf) hinter den „Wölfen“ Johannes Breitenstein und Michel Meißner vom VfL Wolfsburg wie auch schon vor zwei Wochen bei den Landesmeisterschaften den dritten Platz.

Nico Hesse, der zwar für Werder startet, aber seit 20-Jahren DTV-Mitglied ist, haderte mit seiner Leistung. Im Hochsprung wurde der Delmenhorster, der bei den Landestitelkämpfen mit 1,95 Meter Landesmeister werden konnte, mit lediglich 1,86 Meter deutlich unter Wert geschlagen. Das reichte am Ende zu Rang Sechs.