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Tischtennis-Landesmeisterschaften Finn Oestmann vom TV Hude scheitert hauchdünn

Von Andreas Giehl | 11.02.2020, 17:55 Uhr

Der Huder Tischtennis-Spieler Finn Oestmann ist bei der Landesmeisterschaft in der Vorrunde ausgeschieden. Dabei lieferte der Verbandsliga-Spieler drei starke Partie ab.

Finn Oestmann vom TV Hude hätte bei den Tischtennis-Landesmeisterschaften um ein Haar für eine gewaltige Überraschung gesorgt. Der Verbandsliga-Spieler verblüffte mit starken Auftritten und schied nur mit Pech um Haaresbreite in der Vorrunde aus. Vielleicht spielten dem Youngster auch die Nerven einen Streich. „Ich werde es überleben. Aber meine Auslosung war nicht schlecht und es war mehr drin. Deswegen ärgere ich mich schon über diese verpasste Chance“, resümierte Oestmann.

Denkbar schlechter Start für Oestmann

Im ersten Einzel traf er mit Nick Holland auf einen recht routinierten Spieler vom MTV Wolfenbüttel. In diesem Match fand Oestmann überhaupt keinen Rhythmus und haderte zudem mit seiner Beinarbeit. Die 0:3-Niederlage bedeutete für ihn einen denkbar schlechten Start. Oestmann: „Danach habe ich gedacht: Es ist schon gelaufen. Aber nachdem ich gegen meinen zweiten Gegner Lars Beismann den ersten Satz verloren hatte, da lief plötzlich alles wie am Schnürchen.“

Nervenschlacht im letzten Einzel

Als Oestmann den vermeintlichen Gruppenfavoriten vom MTV Eintracht Bledeln mit 3:1 besiegt hatte, benötigte er zwingend einen Sieg im letzten Einzel gegen Tammo Misera. Das Match gegen den favorisierten Oberligaspieler von Hannover 96 II geriet zu einer Nervenschlacht. Der Huder kämpfte sich nach einen 0:2-Satzrückstand eindrucksvoll zurück. In Durchgang vier wehrte er einen Matchball ab. Beflügelt davon lag er im finalen Abschnitt bei Seitentausch mit 5:1 vorn. Doch bei den entscheidenden Punkten am Satzende spielte plötzlich der Kopf mit. Er traf einige Bälle unsauber und verlor mit 12:14, was das Aus bedeutete. Auch für diese Niederlage muss sich Oestmann allerdings nicht schämen. Der Hannoveraner sicherte sich später noch gemeinsam mit seinem Clubkameraden Maximilian Dierks unerwartet die Bronzemedaille. Neuer Landesmeister wurde derweil Topfavorit Tobias Hippler vom TuS Celle. Rang zwei ging an seinen Vereinskollegen Jannik Xu. Bei den Damen heißt die neue Landesmeisterin Caroline Hajok (Hannover 96).