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Handball-Oberliga HSG Hude/Falkenburg kommt nicht vom Fleck

Von Daniel Niebuhr | 17.02.2020, 07:51 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg verlieren gegen Jahn Hollenstedt. Mit der neunten Saisonniederlage stellt das Team den Vereins-Negativrekord ein.

In diesem Jahr wird die HSG Hude/Falkenburg 14 Jahre alt – und es sagt einiges über den Erfolg dieser Spielgemeinschaft zwischen den Turnvereinen aus Hude und Falkenburg aus, dass die aktuelle Saison wohl die schlechteste ihrer Geschichte werden wird. Bisher spielten die Handballerinnen eigentlich meistens entweder drittklassig oder zumindest eine gute Rolle in der Oberliga. Platz sechs aus dem Vorjahr steht als schwächste Platzierung, was man wohl Leiden auf hohem Niveau nennen kann. Nach dem 27:31 (14:16) gegen Jahn Hollenstedt am Sonntag ist Hude/Falkenburg in der Tabelle nach wie vor Zehnter, die neunte Saisonpleite stellt bereits den Negativ-Vereinsrekord für die Oberliga ein – neun Spiele vor Schluss.

Vermeintliches Foul bei Gegenstoß als Knackpunkt

Von einem Absturz zu reden, wäre allerdings maßlos übertrieben. Die HSG schwebt erstens mit zehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge in keinerlei Gefahr – und zweitens ist die Platzierung im unteren Mittelfeld gut erklärbar. Der Mannschaft von Birgit Deeben und Lars Osterloh fehlen immer wieder wichtige Stützen der vergangenen Jahre. Ein Indiz war am Sonntag vielleicht die Tatsache, dass gegen Hollenstedt nun fünf HSG-Spielerinnen Tore erzielten, so wenige wie in der gesamten Saison nicht.

Trotzdem waren die Gastgeberinnen nicht chancenlos. In der ersten Hälfte lagen sie lange vorn, in der 21. Minute erzielte Maike Deeben mit dem zweiten ihrer zwölf Treffer das 11:10. Auch der Halbzeitrückstand von 14:16 entmutigte Hude/Falkenburg nicht. Deeben glich per Siebenmeter in der 40. Minute zum 19:19 aus und verkürzte nach der folgenden Schwächephase in der 48. Minute noch einmal auf 22:23. Dann folgte ein Knackpunkt des Spiels: Kim Sanders wurde bei einem Gegenstoß am Trikot gezogen, die Hollenstedterinnen kamen jedoch ohne Zeitstrafe davon – und erzielten danach vier Treffer in Folge. Vom 23:27 erholte sich Hude/Falkenburg nicht mehr. Für die HSG war es erst die zweite Heimniederlage und die erste in Ganderkesee seit fast einem Jahr.