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Handball-Verbandsliga TV Neerstedt verliert nach unerklärlichem Einbruch

Von Heinz Quahs | 17.02.2020, 10:14 Uhr

Für die Handballer des TV Neerstedt ist die Lage in der Verbandsliga unbequemer geworden. Sie verloren gegen den VfL Horneburg mit 31:38.

Die Verbandsliga-Handballer des TV Neerstedt hätten am Wochenende einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gehen können, stattdessen ist die Lage durch das eigene Ergebnis und Siege der Konkurrenz deutlich unbequemer geworden. Die Neerstedter verloren etwas überraschend nach einer im zweiten Durchgang fast schon erschreckenden Leistung mit 31:38 (16:16) gegen den VfL Horneburg, der nicht als einziger Konkurrent gewann. Vier der sechs Teams, die noch unter den Neerstedtern stehen, waren erfolgreich, der Vorsprung auf die Abstiegszone schrumpfte auf fünf Punkte. TVN-Trainer Andreas Müller war fassungslos über den Auftritt seines Teams: „Es ist schade, ich dachte, wir hätten aus den vergangenen Spielen gelernt.“ Vor allem die zweite Hälfte stieß ihm sauer auf: „Wie es zu einem solchen Einbruch kommen kann, ist mir unerklärlich.“

Horneburgs Timo Meyn wirft 14 Tore

Trotz einer eklatanten Abschlussschwäche waren die Gastgeber lange auf Kurs, in der 42. Minute führten sie mit 25:22. Dann wechselte Horneburg Dennis Klingebiel ein, und der Torhüter trug mit seinen Paraden wesentlich zur Wende bei. Die Neerstedter verloren durch misslungene Einzelaktionen ihre Linie, kassierten sieben Treffer in Folge und ließen die Horneburger auch danach immer weiter wegziehen. Bei den Gästen war besonders Timo Meyn nicht zu stoppen, der drittbeste Werfer der Liga erzielte 14 Tore. „Wir haben den Horneburgern in der ersten Halbzeit mit unseren vergebenen Chancen den kleinen Finger gereicht, danach haben sie die ganze Hand genommen“, sagte Müller. „Die Abwehr und die Torhüter haben kaum zusammengearbeitet. 22 Gegentore in der zweiten Hälfte sprechen Bände.