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Handball-Oberliga Frauen Heimserie der HSG Hude/Falkenburg gerissen

Von Richard Schmid | 16.12.2019, 12:45 Uhr

Die weiße Weste Zuhause ist Geschichte. Die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben am Sonntag gegen den VfL Oldenburg III mit 24:33 verloren.

Ausgerechnet im letzten Heimspiel des Jahres haben sich die bisher zu Hause ungeschlagenen Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg über weite Strecken völlig indisponiert präsentiert. Gegen den VfL Oldenburg III setzte es mit 24:33 (13:17) eine auch in dieser Höhe völlig verdiente Niederlage. Weder im Rückraum noch in der sonst so sattelfesten Abwehr zeigte das Team des Trainergespanns Lars Osterloh und Birgit Deeben gegen einen keinesfalls übermächtigen Gegner eine ansprechende Leistung. Entsprechend angefressen zeigte sich Osterloh: „Wir leisten uns technische Fehler, produzieren Ballverluste und verwerten unsere Angriffe nicht. Deshalb kann sich Oldenburg Tor um Tor vor allem in der zweiten Halbzeit absetzen“, analysierte er.

Spiel kurzfristig nach Hude verlegt

Bereits im Vorfeld stand das Spiel unter keinem guten Stern: Da in der Halle in Ganderkesee die Heizung ausfiel, musste das Spiel kurzfristig nach Hude verlegt werden. Lediglich in der ersten Viertelstunde hielten die Gastgeberinnen das Spiel offen. Zweimal, innerhalb von einer Spielminute, lag man in Führung – 4:3 und 5:4 (12. Minute). Doch danach war bei Hude/Falkenburg der Wurm drin. Vor allem Ashley Butler erwischte einen rabenschwarzen Tag. Lediglich ein Tor, der Führungstreffer zum 4:3, gelang der sonst so torgefährlichen Handballerin. Ab der 16. Minute traf Hude/Falkenburg fast acht Minuten lang nicht. Entweder biss man sich an der variablen und zupackenden Abwehr Oldenburgs die Zähne aus oder die Bälle wurden verworfen. Zwar verkürzte man noch zweimal den Rückstand auf zwei Tore, am Ende der ersten Halbzeit zog der VfL aber auf 17:13 davon.

In elf Minuten lediglich ein Tor

Die zweite Halbzeit begann wie die erste zuende gegangen war: Hude/Falkenburg rannte sich immer wieder fest und Oldenburg warf die Tore. Über 20:17 in der 38. Minute zogen die Gäste bis auf 27:18 (49.) davon. Die HSG warf in elf Minuten lediglich ein Tor. Bereits im Aufbauspiel wurden zahlreiche Bälle vertändelt. Auch in der Abwehr lief nicht mehr viel zusammen. Ein ums andere Mal gelang es den Oldenburgerinnen, mit einfachen Angriffsvarianten die Huder Abwehr auszuhebeln. „Wir haben das mehrfach angesprochen, aber dennoch einfach keinen Zugriff bekommen“, meinte Osterloh.

Nach dieser deftigen Niederlage geht Hude/Falkenburg als Tabellenachter mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 12:12 in die Pause. Im kommenden Jahr wird dem Team eine der wichtigsten Stützen fehlen: Mareike Zetzmann. Der Anlass jedoch ist sehr erfreulich: Die Rückraumspielerin ist schwanger.