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Fußball-Landesliga Echte Seltenheiten beim 1:1 des VfL Wildeshausen

Von Daniel Niebuhr | 01.12.2019, 23:35 Uhr

Das 1:1 des VfL Wildeshausen bei Germania Leer ist statistisch bemerkenswerter, als das Ergebnis vermuten lässt.

Seit Sonntag ist die Saison des VfL Wildeshausen in der Fußball-Landesliga zur Hälfte vorbei, aber wohin die Reise für den Neuling geht, lässt sich nach wie vor unmöglich vorhersagen. Durch das 1:1 (1:0) bei Mitaufsteiger Germania Leer haben die ersatzgeschwächten Wildeshauser nicht nur den ersten Punkt unter Aushilfstrainer Patrick Meyer geholt, sondern auch die Abstiegsplätze verlassen, dennoch sind die Sorgen nicht kleiner geworden. Meyer sieht es aber positiv: „Die Liga ist verrückt und macht uns unheimlichen Spaß.“

Immerhin gelang seinem Team im ehrwürdigen Hoheellern-Stadion etwas ziemlich Seltenes. Jan Lehmkuhls Führung, eine durchgerutschte Freistoßflanke in der 39. Minute, war das erste Wildeshauser Tor gegen Leer seit 21 Jahren – in den vier Duellen seitdem hatten die Rot-Weißen nicht getroffen. „Vielleicht ist das ein gutes Omen für den Rest der Saison“, flachste Meyer.

Dass es dennoch nicht zum Sieg reichte, lag auch an der zweiten Rarität – nämlich der umstrittenen Gelb-Roten Karte gegen Marius Krumland in der 62. Minute. Es war der erste Platzverweis gegen den Fairplay-Serienmeister seit mehr als zwei Jahren und 61 Spielen.

Leer nutzte die folgende Unordnung zum Ausgleich durch einen 16-Meter-Schuss von Lukas Siemers in der 69. Minute. Meyer verbuchte das Remis durchaus als Erfolg: „Einen Auswärtspunkt in Unterzahl musst du auch einfach mal mitnehmen.“