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Volleyball-Oberliga VG Delmenhorst-Stenum behält die Nerven

Von Daniel Niebuhr | 09.12.2019, 11:56 Uhr

Die Oberliga-Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum kommen beim NWVV-Team mit einem blauen Auge davon.

Susanne Schalk hatte die sportlich vielleicht undankbarste Aufgabe des Jahres hinter sich – und das merkte man ihr auch an. Die Trainerin der VG Delmenhorst-Stenum war spürbar erleichtert, dass ihr Team am Samstag mit einem blauen Auge davon gekommen war; das 3:1 (23:25, 25:18, 29:27, 25:15) der Oberliga-Volleyballer beim sieglosen NWVV-Team war nicht unbedingt zur Nachahmung geeignet, reichte aber für drei erzitterte und enorm wichtige Punkte. Delmenhorst-Stenum ließ damit die Abstiegsplätze und den Relegationsrang hinter sich und beendete die Serie von vier Niederlage in Folge. „Das sind für mich die schlimmsten Spiele. Der Druck war groß“, sagte Schalk. „Wenn wir da Punkte gelassen hätten, hätte das teuer werden können.“

Längster Satz der Saison

Sie sprach da aus Erfahrung. Vor fünf Jahren hatte ihre Mannschaft noch in der Verbandsliga gegen das NWVV-Team, die außer der Wertung spielende U16-Auswahl des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes, verloren – am Ende fehlten genau drei Punkte zum direkten Aufstieg, der allerdings nachträglich trotzdem gelang. Es war harte Arbeit nötig, um einen Ausrutscher dieses Mal zu vermeiden. Im ersten Satz leisteten sich die Gäste zu viele schlechte Annahmen, nach dem klar gewonnenen zweiten Durchgang drohte der dritte lange verloren zu gehen – damit wäre auch die Maximalausbeute von drei Punkten nicht mehr möglich gewesen. Doch Routinier Matthias Sanders rettete sein Team mit einer Aufschlagserie, Delmenhorst-Stenum wehrte nach dem 20:24 insgesamt sechs Satzbälle ab und behielt doch noch mit 29:27 die Oberhand – mit 28 Minuten Spielzeit war es der längste Satz der Saison für die VG.

Danach war der Weg zum Sieg im Hössensportzentrum von Westerstede geebnet. Die VG-Männer müssen bis Weihnachten noch dreimal ran, am Sonntag in eigener Halle gegen den VfL Wildeshausen und Bremen 1860 und am 21. Dezember bei Füchtel Vechta – alles Spitzenteams. „Das ist mir aber lieber, da hat man nichts zu verlieren“, sagt Schalk.