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56. Bremer Sixdays Nils Politt kehrt auf das Oval in der ÖVB-Arena zurück

Von Henrik Schaper | 08.12.2019, 09:26 Uhr

Die 56. Bremer Sixdays vom 9. bis 14. Januar 2020 in der ÖVB-Arena rücken immer näher. Zum zweiten Mal wird auch Nils Politt auf dem Bremer Lattenoval an den Start gehen.

So langsam vervollständigt sich das Teilnehmerfeld der Bremer Sixdays. Mit dabei sind unter anderem Kenny De Ketele, Morgan Kneisky, Marc Hester sowie Nils Politt.

Fünf Jahre ist es her, dass Politt sein erstes und bisher einziges Profirennen in Bremen bestritt. „Leider hat es danach nicht mehr in meinen Rennkalender gepasst. Umso glücklicher bin ich, dass es jetzt funktioniert“, sagte Politt, der zuletzt für das Team Katusha Alpecin fuhr. Große Erfolge auf der Bremer Bahn verzeichnet Radsportprofi Kenny De Ketele: Fünfmal ging er hier an den Start, zweimal stand er ganz oben. „Kenny ist definitiv ein Kandidat für den Gesamtsieg. Erst kürzlich bewies er seine Stärke beim Sechstagerennen in Gent, wo er Radsportgrößen wie Iljo Keisse und Mark Cavendish auf die Plätze verwies“, berichtete der Sportliche Leiter der Sixdays, Erik Weispfennig.

Doch die Konkurrenz ist groß: Mit Morgan Kneisky und Marc Hester treten zwei Topfahrer an, die noch auf ihren ersten Triumph in der Hansestadt warten. Der vierfache Weltmeister Kneisky musste sich zweimal mit dem zweiten Platz zufriedengeben. So zuletzt auch Marc Hester, der im Vorjahr den Sieg an der Seite von Theo Reinhardt knapp verpasste.

Bei den Sprintern geht es bekanntermaßen besonders rasant zu: Als Favoriten gehen im Januar Robert Förstemann und Tomáš Bábek ins Rennen. Beide kennen das Bremer Lattenoval, beide erlebten hier bereits die Höhen und Tiefen des Bahnradsports. Knapp ein Jahr ist es her, dass Förstemann mit einer Zeit von 8,695 Sekunden den hiesigen Rundenrekord knackte und nur einen Abend später schwer stürzte. Den Tschechen Tomáš Bábek ereilte 2018 bei seinem letzten Start in der Hansestadt ein ähnliches Schicksal: Eine gerissene Kette führte zum Sturz und zu einem gebrochenen Schlüsselbein. Die Fans erwartet dennoch ein spannendes Duell, ist sich Weispfennig sicher: „Beide Fahrer haben noch eine Rechnung mit der Bahn offen. Sie gehen sicherlich mit dem nötigen Respekt ins Rennen, aber sie sind definitiv ehrgeizig genug, um sich nichts zu schenken.“

Und die Zuschauer dürfen sich auf ein weiteres Wiedersehen freuen: Jonathan Mitchell kehrt ebenfalls zurück. Der Brite überraschte Sportskollegen und Publikum in der ÖVB-Arena gleichermaßen mit seinem Gesangstalent.