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Toyota-Engelbart-Cup 2019 HSG Delmenhorst hat noch Luft nach oben

Von Daniel Niebuhr | 19.08.2019, 00:45 Uhr

Handball-Oberligist HSG Delmenhorst belegt beim Toyota-Engelbart-Cup Platz drei. Den Turniersieg bejubeln die Dänen von Norre Djurs.

Mit dem dänischen Team Norre Djurs HK hat der Toyota-Engelbart-Cup einen würdigen Sieger gefunden. Im entscheidenden Treffen bezwang der Zweitliga-Absteiger den Oberligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 25:19 (11:9). Oberligist HSG Delmenhorst, Veranstalters des zweitägigen Turniers in der Halle am Stadion, landete auf Platz drei. Das Event brachte der HSG die Erkenntnis, dass bei dem Aushängeschild die Findungsphase noch läuft. Auf den Rängen vier bis sechs landeten die Oberligisten TSG Hatten-Sandkrug und SV Beckdorf sowie die Bundesliga-A-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt. Für die hervorragende Organisation ernteten HSG-Vorsitzender Jürgen Janßen und dessen Team viel Lob.

Das Turnier

Die Dänen siegten beim siebten Toyota-Engelbart-Cup erstmals. Janßen zeigte sich sehr zufrieden: „Viele Vereinsvertreter haben gesagt, dass es ein tolles Turnier sei. Der Modus ,Jeder-gegen-jeden’ ist sehr wichtig.“ Erneut waren am Freitagabend mit 250 Handballfans mehr Zuschauer in der Halle als am Samstag. 14 Partien dauerten 30, die letzte Begegnung 2 x 20 Minuten.

Die HSG-Spiele

Die Gastgeber begannen mit einem 16:13 gegen die Bremer A-Jugend. Nach zunächst knappen Führungen hieß es in der 22. Minute 12:8. Gegen Norre Djurs HK zeigte der Gastgeber, dass noch Luft nach oben ist. Trainer Jörg Rademacher, dessen Team ein 12:18 beklagte, äußerte einige Male seinen Unmut. Beim 16:15 gegen Hatten-Sandkrug fiel das entscheidende Tor nach 29:39 Minuten. Neuzugang Lennart Witt sah nach einem Foulspiel die Rote Karte (24.). Gegen Schwanewede führte der Hausherr nach 15 Minuten mit 11:10. Individuelle Fehler führten dazu, dass am Ende ein 14:19 stand. Die letzte Vorstellung beendete HSG mit einem 18:14 gegen Beckdorf. Rademacher setzte gegen den Liga-Konkurrenten Aktive ein, die zuvor nicht so viele Spielanteile sammelten. „So hat die Mannschaft noch nie zusammengespielt“, sagte der Trainer. Sein Fazit: „Man hat gesehen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.“

Die HSG-Personalien

Der kroatische Torwart Deni Prvonozac spielt nicht mehr für den Verein. „Aufgrund der Leistungen und des Sozialverhaltens haben wir den Vertrag aufgelöst“, erklärte Vereinschef Janßen. Nicht zum Einsatz kamen Marcian Markowski (verletzt) und Thies Kohrt (verhindert). Tim Coors stand nur am Freitag zur Verfügung. Mit Silas Schumacher, Lennart Witt, Marko Babic und Mario Reiser wirkten die vier Neuzugänge ebenso mit wie Alexander Schöps, der vom Auslandsaufenthalt zurück ist, Sönke Schröder, Ole Goyert, Torben Sudau, Stefan Timmermann, Frederic Oetken, Jörn Janßen und Lasse Till.

Der HSG-Fahrplan

Am Wochenende beteiligt sich die HSG am GVO-Cup in Schwanewede. Es folgen Testspiele gegen Nienburg und HC Bremen. Am Samstag, 7. September, 19.15 Uhr erwartet HSG in der Stadionhalle den TuS Rotenburg zum ersten Punktspiel.

Das Finale

Norre Djurs und Schwanewede, die ihre ersten vier Spiele gewannen, standen sich laut Plan in der letzten Partie gegenüber. Somit erklärte man dieses Treffen zum Finale und das eigentliche Endspiel entfiel. In einem zuweilen hektischen Treffen (2x20 Minuten) gaben die hoch motivierten Dänen die Pausenführung (11:9) nicht mehr ab. Nach 15:12 (28. Minute) und 22:18 (37.) freuten sie sich ausgiebig über ein 25:19. „Die Dänen haben sich über ihren dritten Platz im letzten Jahr geärgert“, schmunzelte Janßen.

Die Siegerehrung

Gemeinsam mit Janßen ehrte Engelbart-Geschäftsführerin Kerstin Kiwus die erfolgreichen Teams. Der Sieger erhielt neben dem Pokal ein Preisgeld von 200 Euro und einen Ball. Für die Teams auf den Plätzen zwei bis vier gab es immerhin 125, 75 und 50 Euro.

Und sonst?

Am Freitagabend stellte der HSG-Vorsitzende zusätzliche Lampen auf. Nicht weil er für mehr Gemütlichkeit sorgen wollte, sondern, weil die Batterieanlage in der Halle nicht intakt ist. „Somit gibt es keine Notbeleuchtung“, erklärte Janßen. „Damit wir weiter trainieren und spielen können, haben wir als Verein die Lampen gekauft.“