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Fußball-Kreisliga TuS Hasbergen verliert nach vier Platzverweisen

Von Daniel Niebuhr | 19.08.2019, 08:17 Uhr

Fußball-Kreisligist TuS Hasbergen kassiert gegen den TV Dötlingen vier Platzverweise – und das entscheidende Tor in der Nachspielzeit. Ein Delmenhorster Trio steht dagegen weiter an der Spitze.

Freud und Leid in Delmenhorst: Während der SV Atlas II, RW Hürriyet und der TV Jahn immer stärker werden, kassiert der TuS Hasbergen eine bittere Niederlage – und vier Platzverweise.

TV Falkenburg – RW Hürriyet 0:2. Falkenburgs Co-Trainer Marvin John, der den abwesenden Chefcoach Georg Zimmermann vertrat, war trotz der Niederlage zufrieden – und wünschte sich zukünftig mehr Beistand von oben: „Vielleicht hat der Fußballgott ja auch mal Zeit für uns.“ Die Falkenburger mussten in ihrem Heimspiel auf den schlecht gemähten Nebenplatz ausweichen, weil der Hauptplatz gesperrt war. Hürriyet kam darauf kaum zurecht, gewann aber auch das dritte Saisonspiel durch Tore von Mahmut Ekici per Konter (56.) und Berat Uyar in der Nachspielzeit. „Spielerisch habe ich die Jungs aber heute kaum wiedererkannt“, sagte Trainer Murat Turan.

TuS Hasbergen – TV Dötlingen 3:4. Die Hasberger mussten die Partie nach vier Platzverweisen zu siebt beenden und verloren durch ein Tor von Bartosz Drozdowski in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Dabei hatte schon alles nach dem ersten Sieg ausgesehen. Nach dem 0:1 durch Drozdowski (23.) drehte Zana Ibrahim das Spiel (42./47./54.) zum 3:1 – in der 45. Minute flog Dötlingens Philipp Karthäuser nach Notbremse vom Platz. Doch dann schlug Hasbergen sich selbst: Bediryan Bektas sah Gelb-Rot (66.), sechs Minuten später verkürzte Gerrit Schüler für Dötlingen. In der 89. Minute verschoss Benjamin Bohrer einen Elfmeter für die Gäste, den der Schiedsrichter aber wiederholen ließ, weil sich Ersatzkeeper Houssein Hazimeh zu früh bewegt hatte. Ibrahim kassierte wegen Reklamierens Gelb-Rot; nachdem Bohrer im zweiten Versuch zum 3:3 getroffen hatte, gab es wegen Unsportlichkeit Rot gegen Hazimeh. In der dritten Minute der Nachspielzeit fing sich Hasbergens Coach Chawkat El-Hourani auch noch Rot wegen Meckerns ein. Nach Drozdowskis 4:3 für Dötlingen ließ sich Hasbergens Hayri Sevimli zu einer groben Unsportlichkeit gegen den Referee hinreißen und sah auch Rot. „Ich habe mich mehrmals bei den Schiedsrichtern entschuldigt, so etwas gehört auf keinen Fall dazu“, sagte El-Hourani.

VfL Wildeshausen II – VfL Stenum II 0:1. Das einzige Tor im Aufsteigerduell fiel in der zehnten Minute, als Yannik Osterloh Pascal Zoll aum zweiten Pfosten bediente. Wildeshausen betrieb viel Aufwand, blieb aber glücklos. „Ein tolles Spiel von uns“, fand Stenums Coach Frank Radzanowski. Wildeshausens Trainer Mete Döner meinte. „Wir waren spielerisch besser, Stenum aber kämpferisch.“

Ahlhorner SV – SV Atlas II 0:5. Die Atlas-Reserve kann sich mal wieder auf die Leihgaben aus der Oberliga verlassen. Devin Isik (22.) und Emiljano Mjeshtri (49./77.) trugen ihren Teil zum vierten hohen Sieg des Tabellenführers im vierten Spiel bei, außerdem traf Milot Ukaj (42./66.). „Es war ein souveräner Sieg“, sagte Atlas-Coach Daniel von Seggern. Sein Gegenüber Servet Zeyrek ärgerte sich: „Wir können unsere Ausfälle leider nicht kompensieren.“

TSV Ganderkesee – TV Munderloh 2:3. Zwei Tore von Bjarne Walkenhorst in der 11. und 76. Minute reichten dem TSV nicht zu einem Punkt. Munderloh siegte durch Treffer von Patrick Seeger (45.), Nicolas Bruns (53.) und Lennart Siebrecht, der in der 84. Minute den Auswärtserfolg sicherte. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, sagte Ganderkesees Co-Trainer Timo Obal. Sein Team musste mit etwas gedämpfter Stimmung zum Mannschaftsabend auf die Bowlingbahn.

TV Jahn – KSV Hicretspor 8:0. Jahrelang war Jahn das Sorgenkind der Liga – jetzt werden die Delmenhorster zur Torfabrik. In einem einseitigen Stadtderby ging das Team nicht einmal an die Grenzen. Pascal Hoppe (9.), Thomas Keilbach (14./39.), Marc Pawletta (45.), Dennis Geiger (47.), Marcel Maus (78.) und Burak-Nazif Yaman waren erfolgreich, dazu kam ein Eigentor von Hicretspors Harun Uzun (48.). „Wir hatten den Gegner komplettt im Griff“, sagte Jahn-Trainer Arend Arends. Hicret-Coach Timur Cakmak fand deutliche Worte für seine Mannschaft: „Wer nicht gut trainiert, bekommt es dann eben auf diese Weise zu spüren.“

FC Huntlosen – VfR Wardenburg 0:3. Die bis dahin unbesiegten Huntloser hielten mit, Wardenburg feierte durch Nino Oeltjebruns (3.), Sebastian Vogelsang (17.) und Lukasz Ryszard Jarosiewicz (88.) aber den dritten Sieg. „Es war kein gutes Spiel, aber die Null stand“, sagte VfR-Co-Trainer Ronald Feis