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HVN/BHV-Pokal 2019/2020 Frauenteam der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg zieht in zweite Runde ein

Von Heinz Quahs | 03.09.2019, 13:51 Uhr

Die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben dank eines überraschenden Heimsiegs die zweite Runde im HVB/BHV-Pokal 2019/20 erreicht. Auch das Männerteam der TS Hoykenkamp kam weiter.

Sie waren alle als Außenseiter in ihre Begegnungen gegangen. Doch die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und die Handballer der TS Hoykenkamp gewannen gegen ihre höherklassigen Gegner und schafften den Sprung in die zweite Runde des HVN/BHV-Pokals 2019/20. Die Männer der HSG Hude/Falkenburg und des TV Neerstedt schieden dagegen aus.

Frauen

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - TV Dinklage 30:15 (15:9). Dinklage trat nur mit einem kleinen Kader an. HSG-Trainer Rolf Tants staunte nicht schlecht, als er merkte, dass es sich dabei nicht um das Oberliga-Team des TVD handelte. So verlief das Spiel ganz anders, als er es erwartet hatte. Zwar musste Tants auf Grund von Ausfällen Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend einsetzen, doch alle machten ihre Sache sehr gut, sodass sein Team eine geschlossene Leistung bot. Zu Beginn war noch etwas Sand im Getriebe. Dank der treffsicheren Wiebke Möller und Nane Steinmann, die insgesamt 16 Treffer erzielten, lag die HSG nach 14 Minuten aber mit 7:6 vorn. Als Tants dann die Deckung von der 5:1- auf die 6:0-Formation umstellte, bekamen seine Spielerinnen die Partie richtig in den Griff. Zur Pause lagen sie mit 15:9 vorn. Nach dem Seitenwechsel war es Fenja Blankemeyer, die mit ihrem Treffer zum 24:14 (51.) die letzten Zweifel am HSG-Sieg beseitigte. Trotz des klaren Erfolgs war Tants nicht ganz zufrieden. "In der ersten Spielhälfte haben wir uns noch zu viele Fehler erlaubt, so dass sich die Gäste erst nicht abschütteln ließen. Nach der Deckungsumstellung haben wir weniger einfache Tore kassiert und konnten uns langsam absetzen", sagte er: "Gut war aber, dass ich allen Spielerinnen ihre Spielzeiten geben konnte und dass auch die A-Jungendlichen ihre Einsatzzeiten sehr gut genutzt haben."

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Frauen

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - TV Dinklage 30:15 (15:9)

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Müller, Rehling; Blankemeyer 3, Bodzian 4, Gode 2, F. Hische, Meenen, Möller 9/2, Oekermann 1, Steinmann 7, Timmermann 3, Wintermann 1.

Schiedsrichter: Berg/Bohlmann.

Zeitstrafen: HSG 3 – TVD 1.

Siebenmeter: HSG 2/2 – TVD 5/3.

Zuschauer: ca. 50.

Spielfilm: 5:4 (7.), 7:6 (14.), 11:8 (22.),15:9 – 18:11 (34.), 22:13 (43.), 25:14 (51.), 27:15 (55.), 30:15.

Männer

TV Neerstedt - HSG Schwanewede/Neuenkirchen 15:36 (6:18)

TV Neerstedt: Pecht, Oltmanns; Achilles, Ahrens 3, Behlmer 5, Hennken, Hoffmann 2, Hollmann 1, Marcel Reuter, Mirko Reuter 1, Schiefelbein, Steenken 1, Uffenbrink 2/1.

Schiedsrichter: Bujalla/Hustedt (Oyten/Daverden).

Zeitstrafen: TVN 4 – HSG 5.

Siebenmeter: TVN 3/1 – HSG 3/3.

Zuschauer: ca. 160.

Spielfilm: 1:2 (5.), 3:10 (14.), 4:15 (20.), 6:18 – 7:23 (39.), 9:27 (46.), 12:33 (55.), 15:36.

HSG Hude/Falkenburg - SG VTB/Altjührden 21:33 (10:12)

HSG Hude/Falkenburg: Boekholt, Herden, Quast – Burrell 2, Düßmann 7, Fahsing, Harfst 3, Harynek 1, Rose, Schiewe 1, L. Schultz 2, Skormachowitsch 2, Tuchen 3/2, Wessels.

Schiedsrichter: Manuel und Mirco Wolter (HSG Osnabrück).

Zeitstrafen: HSG 3 – SG 3.

Siebenmeter: HSG 3/2 – SG 4/4.

Zuschauer: ca. 120.

Spielfilm: 2:2 (9.), 4:4 (16.), 7:8 (21.), 9:10 (25.), 10:12 – 12:20 (38.), 16:24 (48.), 19:29 (56.), 21:33.

TS Hoykenkamp - SVGO Bremen 42:27 (20:14)

TS Hoykenkamp: Kleefeldt, Meier; Ahrens 5, D. Hemmelskamp 1, Hörner 3, Kasper 6, Kiel 4, Kirchhof, Müller-Hill 2, Peters 1, Rabe 20/10, Thode.

Schiedsrichter: Alexander Ditz/Marcel Witte (HSG Osnabrück/TV Neerstedt).

Zeitstrafen: TSH 3 – SVGO 11.

Strafwürfe: TSH 10/10 – SVGO 5/4.

Zuschauer: ca. 40.

Spielfilm: 3:4 (7.), 6:6 (12.), 11:6 (18.), 20:14 – 26:16 (37.), 30:18 (42.), 32:23 (50.), 42:27.

Männer

TV Neerstedt - HSG Schwanewede/Neuenkirchen 15:36 (6:18). In einer weitgehend sehr einseitigen Begegnung kassierte der Verbandsligist TV Neerstedt gegen einen der Favoriten auf die Meisterschaft in der Oberliga eine herbe Schlappe. Die TVN-Abwehr zeigte sich nur in den ersten Minuten gut eingestellt, doch als die Gäste ihr schnelles, druckvolles und sehr sicheres Kombinationsspiel aufzogen, wurden sowohl die Außen als auch die Kreisläufer immer wieder glänzend freigespielt. Diese nutzten ihre Chancen konsequent. Der Neerstedter Angriff zeigte einige Schwächen. Im Spielaufbau gingen Bälle verloren, im Abschluss scheiterte der Gastgeber häufig am Ex-TVN-Torwart Niklas Planck. Im Grunde waren die Neerstedter schon zur Pause (6:18) besiegt. Anschließend verringerten die TVN-Angreifer ihre Fehlerquote etwas, die Torwarte Kevin Pecht und Lukas Oltmanns zeigten einigen starken Paraden. Trotzdem setzten sich die Friesländer bis auf 27:9 ab (46.). Mit großem kämpferischen Einsatz verhinderten die Neerstedter dann aber, dass der Rückstand weiter wuchs. "So hatte ich mir das nicht vorgestellt, denn unsere 5:1-Deckung funktionierte überhaupt nicht", haderte TVN-Trainer Andreas Müller:

„"Es gab einfach keine Bindung und keine Absprache zwischen dem Vorgezogenen und der Abwehr am Kreis. Im Angriff war vieles nur Stückwerk. Der Gegner war uns in allen Belangen deutlich überlegen und gewann auch in dieser Höhe verdient." “

HSG Hude/Falkenburg - SG VTB/Altjührden 21:33 (10:12). Eine Halbzeit lang zeigte das Landesklassen-Team der HSG Hude/Falkenburg eine glänzende Leistung und bot dem Gast, der drei Ligen höher um Punkte kämpfen wird, mächtig Paroli. Eine kurze Schwächephase mit einigen einfachen Ballverlusten nutzte der Oberligist und setzte sich nach dem Seitenwechsel von 12:10 innerhalb von acht Minuten vorentscheidend bis auf 20:12 ab. Doch das Team von HSG-Trainer Martin Wessels kämpfte sich ins Spiel zurück, sodass es das Feld erhobenen Hauptes verlassen konnte. Die erste Halbzeit verlief ganz nach dem Geschmack der HSG-Fans unter den etwa 120 Zuschauern, denn in einem offenen Schlagabtausch hielten die Gastgeber in der Deckung gegen die Kombinationen der Gäste aufmerksam und konsequent dagegen. Im Angriff nutzten sie viele ihrer Chancen. Besonders sehenswert waren die geschickten Anspiele auf Kreisläufer Luca Tuchen. Zu Beginn der zweiten Hälfte fand Hude/Falkenburg dann aber den spielerischen Faden zunächst nicht wieder. Es gab Fehler im Spielaufbau, die von den Gästen nach Kontern für die entscheidenden Tore genutzt wurden. Die HSG steckte aber nicht auf, sodass die Niederlage im Rahmen blieb. "Nach kurzer Nervosität zu Beginn der Partie konnte meine Mannschaft das Spiel sehr gut mitgestalten, hatte dabei etwas Pech, dass die Unparteiischen einige Male den Vorteil zu früh abpfiffen", sagte Wessels über die Partie: "Doch sie hat das einfach weggesteckt und in der ersten Halbzeit bravourös gegengehalten. In der zweiten Hälfte fehlte dann phasenweise die Konzentration." Er hob die Leistungen von Torwart Tobias Boekholt und Mathias Düßmann hervor."

TS Hoykenkamp - SVGO Bremen 42:27 (20:14). Die TSH, Landesliga-Absteiger, hat sich mit dem klaren Erfolg für die in der vergangenen Pokalrunde 2018/19 erlittene Niederlage revanchiert. Von Beginn an zeigte sie gegen den klassenhöheren Gast, dass sie den Platz als Sieger verlassen wollte. Die Defensive um Malte Kasper und Hannes Ahrens im Mittelblock präsentierte sich in starker Verfassung. Im Angriff boten die Hoykenkamper nach kleinen Startschwierigkeiten zunächst eine solide Leistung, die später zu einem Torfestival von Sebastian Rabe wurde. Er allein erzielte 20 Treffer, davon zehn von der Siebenmeterlinie. In einer kampfbetonten Begegnung kassierten die Bremer elf Hinausstellungen und eine Rote Karte gegen ihren mit acht Treffern besten Werfer Felix Hinrichs. Im Spiel der Hoykenkamper gab es allerdings auch einige unkonzentrierte Phasen. Stark präsentierten sich die TSH-Torwarte Timo Meier und Gregor Kleefeldt. Auch Rabe überzeugte. Er glänzte nicht nur als Torschütze, sondern brillierte auch mit sehenswerten Anspielen. Nach dem 6:6 (12.) warf sich die TSH die 20:14-Pausenführung heraus. Zu Beginn der zweiten Halbzeit nahm die SVGO-Abwehr die Hoykenkamper Torjäger Rabe und Ahrens in kurze Deckung, doch das fruchtete nur ganz kurz. Christoph Müller-Hill sorgte als Spielmacher weiter für Tempo. Er und seine Mitspieler nutzten die größer werdenden Lücken in der SVGO-Abwehr konsequent zu weiteren Treffern. So setzte sich die Turnerschaft innerhalb von zwölf Minuten entscheidend bis auf 30:18 ab. TSH-Coach Lutz Matthiesen war aber nur mit dem Ergebnis zufrieden. "Es fehlt noch einiges an der Disziplin, das Spiel in entscheidenden Momenten entsprechend zu lenken. Wir haben in einigen wenigen Phasen nicht strukturiert und konzentriert gespielt. Hier müssen wir unbedingt noch nachjustieren", erklärte er:

„"Ich habe dieses Spiel als weiteren Test gesehen und freue mich natürlich, dass wir eine Runde weiter gekommen sind."“