Ein Angebot der NOZ

Hockey-Oberliga HC Delmenhorst verblüfft als Aufsteiger

Von Klaus Erdmann | 04.09.2019, 08:52 Uhr

Der Hockey-Club Delmenhorst steht nach einem erneutem Sieg auf Rang zwei der Oberliga, bleibt aber bescheiden.

Zweiter Sieg im zweiten Spiel und Platz zwei in der Tabelle – die Herren des Hockey-Clubs Delmenhorst sorgen nach ihrem Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen/Bremen für Aufsehen. „Ich bin sehr, sehr zufrieden“, betonte Cheftrainer Henning Bremer nach dem 4:1 (0:0) gegen den HC Göttingen. „Es ist ein perfekter Saisonstart, auch wenn es bisher die eher einfachen Gegner waren.“ Damit tritt der Coach den bisherigen Kontrahenten nicht zu nahe: Neben dem HCD gehören auch Göttingen und der Goslarer HC 09, den die Delmenhorster zum Auftakt mit 5:3 bezwangen, nicht zum Kreis der Mannschaften, die am Ende der Saison auf vorderen Plätzen erwartet werden.

Zwölf Spiele ohne Niederlage

Während des HCD-Spiels gegen Göttingen erlebten die Zuschauer eine ausgeglichene erste Halbzeit. Bei hohen Temperaturen machte sich der große Kader des Gastgebers mit zunehmender Dauer bezahlt. Während Bremer 16 Aktive einsetzen konnte, standen dem Gast lediglich zwölf Spieler zur Verfügung. Treffer von Jan Speer und Stephen Kramer (2) verhalfen dem HCD zu einem 3:0, ehe Göttingen traf und Johann Naujoks den Schlusspunkt unter das 4:1 setzte. Die HCDer verbuchten das zwölfte Feldspiel hintereinander ohne Niederlage (zwei Unentschieden). „Wir haben das Spiel gut geführt und sind nach dem 0:0 zur Halbzeit ruhig geblieben“, berichtete Bremer. „Erstmals, seitdem ich da bin, haben wir einen vernünftigen Ball gespielt und hatten dadurch mehr Kontrolle.“

Sein Team steht gut da und weist sechs Punkte Vorsprung gegenüber drei anderen Mannschaften auf. Bezüglich der drei Heimspiele, die der HCD in Serie bestreitet, hatte Bremer vier Punkte als Ziel genannt. „Für diese Vorgabe gibt es jetzt eine gute Grundlage“, stellte der Coach fest. Erfreut merkte Bremer zudem an, dass Motivation und Willen bei den Spielern vorhanden seien.

Donnerstag nächstes Heimspiel

Zum Kader des Aufsteigers gehört mit Ake Schröder ein 18-Jähriger, der aus Rüsselsheim gekommen ist und beim HCD seinen Bundesfreiwilligendienst absolviert. Nach einer Eingewöhnungszeit, unterstreicht der Trainer, werde der Stürmer sicherlich hilfreich sein. „Leider“, so Bremer, „fällt Marten Tönjes mit einem gebrochenen Handgelenk aus. Das ist schade. Er hatte sich gerade ins Team gekämpft.“

Vor dem Spiel gegen den Club zur Vahr II, das bereits am Donnerstag, 20.30 Uhr, auf der Anlage an der Lethe-straße stattfindet, meldet Bremer bis auf Tönjes „alle Mann an Bord“. Der Trainer: „Man muss sehen, wer beim Gegner aufläuft. Ich gehe davon aus, dass Vahr Spieler aus der ersten Mannschaft mitbringt.“ Schließlich ist auch den Bremern nicht verborgen geblieben, dass die Herren des HCD nach ihrem Aufstieg in der Oberliga für Aufsehen sorgen.