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DM im Sommerbiathlon Adelheiderin Petra Witte verpasst knapp Bronze

Von Klaus Erdmann | 04.09.2019, 15:33 Uhr

Bronze verpasst: Für Petra Witte vom SSV Adelheide reichte es bei der DM der Sommerbiathleten in St. Andreasberg nur zu Rang vier. Beim Kleinkaliber-Sprint über drei Kilometer kam sie nach 24:07,2 Minuten ins Ziel.

„Es war extrem ärgerlich und Petra war natürlich traurig.“ Mit diesen Worten hat Lars Moikow, Abteilungsleiter der Sommerbiathleten des Sportschützenvereins (SSV) Adelheide, die Platzierung seines Schützlings Petra Witte bei den Deutschen Meisterschaften (Kleinkaliber) in St. Andreasberg kommentiert. Sie verpasste in der Damenklasse II Bronze nur knapp und landete aufgrund eines eigenen Fehlers auf dem vierten Rang. Fünf Aktive und Delegationsleiter Moikow vertraten die Adelheider bei dieser DM. Insgesamt meldete der ausrichtende SC Buntenbock rund 130 Teilnehmer, darunter auch Schützen des tschechischen Biathlonverbandes.

Fünf Strafrunden für Witte

Beim Kleinkaliber-Sprint (drei Kilometer) bildeten sechs Aktive das Teilnehmerfeld der Damenklasse II. Witte, so Moikow, sei an Bronze „nah dran“ gewesen. Doch dann schoss die Delmenhorsterin auf den falschen Stand („Crossfire“). Die Treffer zählten nicht und Witte musste fünf Strafrunden zurücklegen. Der Bronzerang war futsch. Bei der Starterin des SSV, die bereits bei der DM im Target Sprint zwei vierte Plätze einnahm, standen 24:07,2 Minuten zu Buche. Der Rückstand gegenüber Rang drei, den Christiane Gierke (MTV Dänischenhagen) belegte, betrug 43,6 Sekunden. Es siegte Sonja Deiß (Berliner Sommerbiathlonverein 1991) mit 16:17,1 Minuten.

„Das ist Petra noch nie passiert. Aus solchen Fehlern lernt man“, betonte Moikow. Es sei ein Fehler, der im Kleinkaliber-Wettbewerb schon mal vorkommen könne. Er sei auch schon Biathlon-Weltstars wie Magdalena Neuner passiert. Im Vorfeld hatte SSV-Funktionär Moikow gesagt: „Es wird für Petra schwer sein, eine Medaille zu holen, aber unmöglich ist es nicht.“

Siegert mit Problemen an der Waffe

In der Damenklasse I, in der 17 Konkurrentinnen dem Feld angehörten, landeten Anika Ruge und Andrea Holschen auf den Positionen 15 und 16. „Wenn es um vordere DM-Plätze geht, sind sie nicht konkurrenzfähig. Aber sie haben ihre Sache gut gemacht“, merkte Moikow an. Bei den Junioren (vier Kilometer) sei eine Top Ten-Platzierung möglich, hatte der Abteilungsleiter prognostiziert. Janko Siegert wurde unter 15 Teilnehmern Neunter. Das sei ein „vernünftiges Ergebnis“, sagte Moikow, und: „Janko hatte Probleme am Schießstand und musste etwas an der Waffe ändern. Dadurch verlor er Zeit.“ Bastian Günnemann belegte Platz 15.

„Insgesamt bin ich zufrieden“, unterstrich Moikow. Nächstes Ziel ist das Sauerland: Dort ist Schmallenberg vom 20. bis 22. September Austragungsort der DM mit dem Luftgewehr.