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Fußball-Bezirksliga TuS Heidkrug und das Wiedersehen nach 30 Jahren

Von Daniel Niebuhr | 07.09.2019, 20:29 Uhr

Spannende Partien in der Fußball-Bezirksliga am Wochenende: Während der TuS Heidkrug als Schlusslicht den Tabellenführer erwartet, will der FC Hude nicht zurück zum "Holzfußball".

Der SV Wilhelmshaven ist für viele Mannschaften an sich schon ein guter Grund, gern in der Fußball-Bezirksliga zu spielen – der ehemalige Regionalligist und fünfmalige DFB-Pokal-Teilnehmer hat schließlich das schönste Stadion und den klangvollsten Namen der Liga. Am Sonntag darf sich der TuS Heidkrug auf den hohen Besuch freuen, zuletzt trafen die beiden Vereine vor genau 30 Jahren noch als Landesligisten aufeinander, seitdem war Wilhelmshaven immer deutlich höher unterwegs als der Delmenhorster Stadtteilclub. Doch auch die Gegenwart spricht für ein ungleiches Duell: Heidkrug ist mit drei Punkten aus vier Spielen Letzter, Wilhelmshaven dagegen Tabellenführer. Dass mit dem Jade-Club nicht zu Spaßen ist, machte der Vorstand zuletzt auch sportrechtlich klar: Weil beim 0:3 beim Lokalrivalen Frisia der Bruder eines Frisia-Spielers als Assistent einsprang, legte der SVW Protest gegen die einzige Saisonniederlage ein – vergeblich.

Baris-Trainer prophezeit enges Titelrennen

Heidkrugs Stadtrivale SV Baris hätte vor einer Woche fast selbst die Spitze übernommen – nur ein Tor fehlte beim 2:2 beim TuS Obenstrohe. Stattdessen ist Baris in der ausgeglichenen Liga Sechster. „Wir sind ja noch an der Spitzengruppe dran“, sagt Trainer Önder Caki und prophezeit vor dem Spiel gegen den TSV Abbehausen am Sonntag (14 Uhr): „Es wird auch Rückschläge geben. Aber das geht anderen Mannschaften auch so. Dieses Mal wird sich niemand deutlich absetzen können.“

Tatsächlich ist schon etwas mehr als einen Monat nach dem Saisonstart kein Verein mehr ungeschlagen. Der SV Tur Abdin stellt mit nur sieben Gegentoren die zweitbeste Defensive, gehört aber totzdem zu den sechs Mannschaften, die schon dreimal verloren haben. Beim Aufsteiger und Vorletzten SV Ofenerdiek sind die Delmenhorster am Sonntag ab 15 Uhr Favorit.

Der FC Hude hatte sich auch einen besseren Auftakt erhofft. Schon drei Niederlagen und 15 Gegentore nach fünf Spielen – doch Trainer Lars Möhlenbrock bittet um Geduld: „Wir stellen unsere Spielweise um, weil wir aktiver werden wollen. Wir wollen nicht wegen einer Ergebniskrise wieder Holzfußball spielen.“ Am Sonntag tritt er mit seinem Team um 15 Uhr bei Frisia Wilhelmshaven an. „Wir dürfen nicht anfangen, an uns zu zweifeln“, fordert Möhlenbrock. Bei einer Niederlage droht der Sturz auf einen Abstiegsrang