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Handball-Oberliga Frauen HSG Hude/Falkenburg gewinnt erste Partie der Saison 2019/20

Von Richard Schmid | 08.09.2019, 15:36 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben ihr erstes Spiel der Saison 2019/20 gewonnen. Sie setzten sich in eigener Halle gegen den Wilhelmshavener SSV durch.

Erfolgreicher Saisonstart für die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg: Das Team von Trainer Lars Osterloh und Birgit Deeben hat sich in einem bis in die letzten Minuten spannenden Spiel gegen den Wilhelmshavener SSV mit 34:30 (18:13) durchgesetzt. „Das war am Schluss noch ein richtig starkes Stück Arbeit, um den Sieg sicherzustellen“, sagte Osterloh, der seinen Spielerinnen trotz zwischenzeitlicher Schwächephasen ein großes Kompliment aussprach:

„Die Mädels haben das super gemacht und sich immer wieder stark ins Spiel reingekämpft.“ “

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HSG Hude/Falkenburg: Woltjen, Westermann; T. Deeben, Zetzmann 12/5, Blankemeyer 2, M. Deeben 2, Butler 5, Faske 3, Hillmer 3, Weilke, Meyer 1, Maus 3.Wilhelmshavener SSV: Hebell, Lange-Emden 5, Menke, Maas 2, Lehmann 3/1, Freudenberg 2, Schanke 5/3, Hansen 4, Martens 1, Hoveling, Redler 2, Mertens 4, Eisenhauer 2.Schiedsrichter: Schumacher, Becker (Elsfleth, Hoykenkamp).Zuschauer: etwa 60.Zeitstrafen: HSG 0 – WSSV 2.Siebenmeter: HSG 5/5 – WSSV 4/4.Spielfilm: 3:3 (7.), 10:7 (15.), 10:10 (20.), 15:10 (26.) 18:13 – 22:14 (34.), 25:18 (43.), 28:26 (53.), 31:30 (58), 34:30 (60.).

Von Beginn an entwickelte sich vor etwa 60 Zuschauern eine Partie auf Augenhöhe. Die Gäste, die über die gesamte Spielzeit lautstark von ihrem Trainer Hansjörg Helms dirigiert und angetrieben wurden, machten von Beginn an deutlich, sich in Hude nicht die Butter vom Brot nehmen lassen zu wollen. Manch erfolgsversprechender Angriff der HSG blieb in der konsequent zupackenden Abwehr der Wilhelmshavenerinnen hängen. Zwar erspielten sich die Osterloh-Schützlinge bis zur 15. Spielminute einen Drei-Tore-Vorsprung (10:7), der jedoch, da Hude/Falkenburg gut sechs Minuten keine Treffer mehr gelang, wieder verspielt wurde. Es dauerte bis zur 22. Spielminute, ehe sich die Gastgeberinnen in einem energischen Zwischenspurt aus einem 10:10 eine bis zur Halbzeit souveräne und verdiente 18:13-Führung herausspielten. Neben der einmal mehr erfolgreichsten HSG-Torschützin. Mareike Zetzmann, spielte sich Neuzugang Lena Faske mehr und mehr in den Vordergrund. Sie riss so manche Lücke in der WSSV-Abwehr und schaffte dadurch Freiräume für erfolgreiche Torabschlüsse. „Lena ist durch ihre Schnelligkeit brandgefährlich und eine gute Facette für unser Spiel“, lobte Osterloh.

HSG Hude/Falkenburg spielt nach Seitenwechsel groß auf

In der zweiten Halbzeit spielte zunächst nur ein Team: Hude/Falkenburg. Die gut stehende und bewegliche 6:0-Abwehr mit der sehr gut haltenden Torfrau Katharina Woltjen unterband die Angriffsbemühungen der Gäste und ermöglichte dadurch schnelle und erfolgreiche Tempogegenstöße. „Phasenweise kam Wilhelmshaven überhaupt nicht zum Zug“, freute sich der HSG-Coach, der allerdings erleben musste, dass etwa ab der 45. Minute der Faden riss. Mehr und mehr schlichen sich eher schleichend Fehler ins Angriffsspiel der HSG-Sieben ein. So mancher Ball ging durch schwache Zuspiele bereits im Rückraum verloren. Das erlaubte es den nie aufsteckenden Gästen den zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand Schritt für Schritt zu verkürzen. Auch die bis dahin so stark auftrumpfende HSG-Defensive zeigte plötzlich ungeahnte Schwächen, die von dem Gästeteam konsequent genutzt wurden.

HSG behält in Schlussphase kühlen Kopf

In der 57. Minute betrug der Vorsprung der HSG nur noch ein Tor (30:29). Viel hätte nicht gefehlt und die Gäste wären in der hektischen Schlussphase noch zum Ausgleich gekommen. Ein wenig war der plötzliche Leistungsabfall der Gastgeberinnen auch dem Umstand geschuldet, dass Hude/Falkenburgs Trainerteam angesichts der deutlichen Führung einigen Leistungsträgerinnen Pausen gönnte. „Durch das intensive Spiel gingen unsere Kräfte ein wenig verloren, dadurch kam Wilhelmshaven wieder stärker ins Spiel“, analysierte Osterloh. Kurz vor dem Ende kassierten die Gäste noch eine Zwei-Minuten-Strafe, ein Umstand der Hude sehr gelegen kam. Die HSG ließ in den letzten beiden Spielminuten nichts mehr anbrennen und machte aus dem 31:30 den alles in allem hochverdienten 34:30-Sieg.