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Fußball-Bezirksliga FC Hude und GVO Oldenburg leisten starke Abwehrarbeit

Von Lars Pingel | 15.09.2019, 21:37 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des FC Hude und ihre Gäste von GVO Oldenburg leisteten am Sonntag sehr gute Abwehrarbeit. Dementsprechend endete die Partie torlos, was die Oldenburger die Tabellenführung kostete.

Tja, wie sollte er die Partie einordnen? Lars Möhlenbrock, Trainer der Bezirksliga-Fußballer des FC Hude, hat am Sonntagnachmittag ein wenig länger überlegt. „Unzufrieden kann man nicht sein“, sagte er dann – und fügte hinzu: „Ganz zufrieden aber auch nicht.“ Und das, obwohl während der Partie im Waldstadion über weite Phasen nicht zu sehen gewesen war, dass das Team von GVO Oldenburg vor dem Anpfiff 13 Ränge vor seiner Mannschaft gelegen hatte. Nach dem 0:0 waren es „nur“ noch zwölf, denn die Gäste verloren den Spitzenplatz in der Tabelle nach dem siebten Spieltag der Saison 2019/20 an den FC Rastede, der beim TSV Abbehausen einen 5:2-Erfolg eingefahren hatte.

GVO Oldenburg ist zunächst besser

„Wenn wir so weitergespielt hätten wie in der ersten Halbzeit, hätte ich Glückwünsche zum Punktgewinn gerne angenommen“, erklärte Möhlenbrock weiter. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns aber deutlich gesteigert, da wäre vielleicht mehr möglich gewesen.“ Um das tatsächlich zu erreichen, hätte seine Elf allerdings „zwingender“ in den Strafraum spielen müssen. Das war während der gesamten Partie auch ein Problem der Oldenburger. Sie waren zunächst die aktivere, die ballsicherere Mannschaft. Sie bestimmten das Geschehen während der ersten 30 Minuten eindeutig. Sie kamen nach ihren bis zum Strafraum gut gespielten Angriffen allerdings nicht zum Abschluss. Das habe sicherlich auch daran gelegen, dass GVO-Torjäger Lasse Dworczak (sechs Treffer) verletzt fehlte, überlegte Möhlenbrock. Doch, das alleine war es eben nicht. Der FCH-Trainer lobte seine Spieler für engagierte und clevere Abwehrarbeit:

„Defensiv haben wir wirklich stabil gestanden. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir aus dem Spiel heraus ein Gegentor kassieren würden.“ “

Offensiv gelang den Hudern vor der Pause allerdings ganz wenig. GVO-Torwart Lukas Oltmanns lenkte eine flache Hereingabe von Torben Hellemann gerade noch zur Seite ab – Ingmar Peters hätte sonst wenig Mühe gehabt (39. Minute).

FCH-Trainer Lars Möhlenbrock lobt Gästeteam

„Wir haben nicht gegen irgendeine Mannschaft gespielt, sondern gegen den Tabellenführer“, merkte Möhlenbrock an: „Der GVO hat richtig gut gestanden.“ In der Tat funktionierte die Defensivarbeit der Oldenburger sehr gut. Sie zeigten, warum sie bisher so wenig Gegentore kassiert haben wie keine andere Mannschaft in der Liga (4).

FC Hude steigert sich nach der Pause

In der zweiten Halbzeit wurden die Aufgaben, die die Oldenburger in der Defensive lösen mussten, deutlich schwerer. Die Huder bekamen mehr Zug in ihr Angriffsspiel. Schon mit der ersten Aktion kam Ole Schöneboom zur bis dahin klar besten FCH-Chance: Sein Schuss aus 15 Metern war allerdings nicht hart genug, um Oltmanns wirklich zu fordern (46.). Sein Gegenüber im Huder Tor, Christopher Schnake, musste wenig später ebenfalls den ersten Schuss abwehren. Tilko Trebesch zog von der Strafraumgrenze aus ab (50.).

Anschließend hatten beide Mannschaften, die in höherem Tempo agierten als vor der Pause, noch Möglichkeiten. Solche mit der Bezeichnung „100-prozentig“ gestatten sie sich allerdings nicht. GVO gab noch ein paar gute Fernschüsse ab, der eingewechselte Huder Cüneyt Yildiz traf mit einer direkt auf das Tor gezogenen Ecke den Außenpfosten (56.).

Huder geben den letzten Torschuss ab

In der 86. Minuten forderten die Oldenburger einen Elfmeter, nachdem Schnake beim Versuch, eine Flanke wegzufausten, mit dem Oldenburger Maximilian Schmidt zusammengeprallt war. GVO-Co-Trainer Jan Majewski sah Gelb. Frederik Voltmann hat den abprallenden Ball übrigens per Kopf knapp neben das Tor gesetzt. Den letzten Schuss der Partie gab dann ein Huder ab: Peters verfehlte sein Ziel aus 20 Metern allerdings deutlich (90.+2). Und so ging Möhlenbrock nach dem Schlusspfiff darüber grübelnd, wie er den sechsten Pluspunkt – nach dem dritten Remis der Saison – bewerten sollte, und letztlich mit zwiespältigen Gefühlen in Richtung Kabine.