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Fußball-Bezirksliga Cleverer SV Tur Abdin gewinnt Stadtderby beim SV Baris

Von Klaus Erdmann | 22.09.2019, 22:55 Uhr

In Unterzahl haben die Fußballer des SV Tur Abdin das Stadtderby beim SV Baris mit 2:1 gewonnen. Bei den Gästen sah Christopher Demir in der 28. Minute die Rote Karte.

Nach einem Delmenhorster Bezirksliga-Stadtderby, das nicht so sehr die Fußball-Ästheten, sondern eher die Freunde des gepflegten Kampfspiels zufriedenstellte, freute sich der SV Tur Abdin beim SV Baris über ein verdientes 2:1 (2:1). Der Gast, der nach der Roten Karte gegen Christopher Demir ab der 28. Minute nur noch mit zehn Aktiven spielte, präsentierte sich vor 220 Zuschauern als cleveres Team, das sich auch in Unterzahl Vorteile verschaffte. Baris hingegen agierte zu durchsichtig und umständlich. SVB-Cheftrainer Önder Caki bescheinigte der Elf eine „unterirdische Leistung“. Dessen Kollege Andree Höttges zeigte sich hingegen zufrieden: „Meine Mannschaft hat es mit einem Mann weniger gut gemacht.“

Beatliche Kulisse beim Stadtderby

In der ersten Hälfte erlebte die beachtliche Kulisse ein über weite Strecken zerfahrenes Stadtderby. In der 7. Minute erzielte Mergim Bajqinovci, den die gegnerische Abwehr nicht auf dem Schirm hatte, das 1:0. Nach Fouls auf beiden Seiten kam es in der 9. Minute zum ersten Aufreger. Eine kleine Rudelbildung beendete der souveräne Schiedsrichter Per-Ole Wendlandt (VfL Stenum) jedoch schnell. Nach Foul von Alexander Pelman an Dennis Thüroff traf Can-Dennis Blümel per Elfmeter zum Ausgleich (18.). Zehn Minuten später sah Tur Abdins Christopher Demir, in dieser Situation „letzter Mann“, nach einem Vergehen an Mikael-Cihan Blümel die Rote Karte. Mit dem folgenden 22-Meter-Freistoß scheiterte Blümel an der Latte.

Das Tor fiel auf der anderen Seite. Nach einer Ecke von Can-Dennis Blümel köpfte Simon-Josef Matta zum 2:1 für Abdin ein (45.).

Aufbäumen der Platzherren bleibt aus

In Abschnitt zwei blieb das Aufbäumen der Platzherren aus. Mikael-Cihan Blümel (46.) und Sinan Özütemiz (81.) scheiterten am aufmerksamen Abdin-Schlussmann Marc Ibrahim. In der ersten Minute der Nachspielzeit lenkte er einen Freistoß von Shewket Barakat Osef auf die Latte. Baris mühte sich, übertrieb jedoch das Einzelspiel. Tur Abdin hingegen kontrollierte das Geschehen und behielt in den entscheidenden Momenten die Oberhand.

„In Überzahl haben wir aufgehört, Fußball zu spielen und mehrere Gänge zurückgeschaltet. Wir hatten keine Ideen“, stellte Caki fest. Auch in der zweiten Halbzeit seien die Spieler nicht in die Zweikämpfe gekommen. Seine Mannschaft habe verdient verloren, sagte Caki, der das Spiel als „nicht Bezirksliga-tauglich“ bezeichnete. Höttges sagte: „Von einer Spielanlage war bei uns mehr zu sehen. Der Gegner hat viele lange Bälle gespielt.“