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Fußball-Bezirksliga VfL Stenum zerlegt Wilhelmshaven in zehn Minuten

Von Henrik Schaper | 24.09.2019, 00:15 Uhr

Mit 5:0 hat Fußball-Bezirksligist VfL Stenum seinen Gast SV Wilhelmshaven nach Hause geschickt. Der Heimsieg lässt Stenum auf Platz vier der Tabelle klettern.

Lediglich zehn Minuten haben die Fußballer des VfL Stenum am Sonntagnachmittag gebraucht, um mit drei Toren dem SV Wilhelmshaven den Zahn zu ziehen. Am Ende stand es in einer guten Bezirksligapartie 5:0 (3:0) für die Stenumer. „Das ist eine Ansage“, betonte VfL-Trainer Thomas Baake. Deshalb sparte er auch nicht mit Lob für sein Team. Die Belohnung: Platz vier in der Tabelle, einen Rang vor Wilhelmshaven.

Anfangsphase gehört den Gästen

Die Anfangsphase gehörte ganz klar den in Gelb gekleideten Jadestädtern, jedoch ohne richtige Torchance. Dann fiel fast aus dem Nichts das 1:0 für Stenum (12.). Nach einem perfekt herausgespielten Ball über die linke Seite traf Dierk Fischer zur Führung. Und die Stenumer legten nach. Nur sechs Minuten später erzielte Marten Michael nach einer Ecke das 2:0. Dabei nutzte er den Abpraller von SVW-Torhüter Robin Krey. Die Wilhelmshavener wirkten leicht angeschlagen. Das nutzte VfL-Stürmer Bastian Morche eiskalt aus. In der 22. Minute ging er alleine auf Krey zu, bekam den Ball gerade so am Schlussmann vorbei und schob ihn rechts unten ein.

Die Stenumer hatten in dieser Phase noch nicht genug. Waldemar Kelm knallte seinen 25-Meter-Schuss an die Latte (26.). Kurz vor der Pause dann noch zweimal Wilhelmshaven. Ein abgefälschter Freistoß von Honorat Terczynski (42.) und ein Kopfball von Andreas Lorer (45.) blieben ohne Erfolg, weil VfL-Keeper Maik Panzram in beiden Fällen glänzend parierte.

Beide Teams nachlässiger

Nach der Pause gingen beide Teams etwas nachlässiger zu Werke. Die Aussage von SVW-Kapitän Rene Nabel in der 67. Minute sprach Bände: „Wir müssen mehr machen, Männer.“ Das half wenig, nur zwei Minuten später markierte Maximilian Klatte per klassischem Konter das 4:0. Das Spiel machten weiterhin die Wilhelmshavener, die gefühlt 70 Prozent Ballbesitz hatten. In der 79. Minute vergab der eingewechselte VfL-Torjäger Tom Geerken noch die Riesenchance im Zusammenspiel mit Paul Fuhrken. Die zweite Chance ließ sich Geerken dann aber nicht entgehen. Er umkurvte Robin Krey und traf zum 5:0 (84.). Das fünfte Saisontor für Tom Geerken und der Schlusspunkt.

Baake voll des Lobes

„Wir müssen in den ersten zehn Minuten einfach ein Tor machen“, lautete das Fazit von Wilhelmshavens Teammanager Bastian Röben. „Und wenn wir eine der beiden Chancen vor der Halbzeit nutzen, sieht es vielleicht ganz anders aus.“ Beschönigen wollte Röben die Leistung der Gäste aber auf keinen Fall: „ Wir waren einfach nicht effektiv genug.“

Thomas Baake freute vor allem, dass „alle Tore aus dem Spiel heraus gefallen sind“. Er habe ein bisschen umstellen müssen und sei mit einer 4-1-4-1-Formation in die Partie gegangen. Bastian Morche habe die Bälle vorne sehr gut fest gemacht, lobte Baake: „Und meine Jungs haben super Steckpässe gespielt.“ Sein Urteil zum Sieg: „Hochverdient.“