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Fußball-Landesliga VfL Wildeshausen lässt sich die Butter vom Brot nehmen

Von Daniel Niebuhr | 14.10.2019, 00:40 Uhr

Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen stolpert auf dem Kunstrasen des FC Schüttorf.

Für einen Fußballer muss Wasser von oben nicht generell ein Ärgernis sein, schließlich wurden einige der größten Spiele der Geschichte bei Regen oder Schlimmerem ausgetragen. Für den VfL Wildeshausen war das Wetter aber am Sonntag schon ein Grund zum Frust – weil es einen Gastauftritt im schönen Holmers-Kamp-Stadion des FC Schüttorf verhinderte. Weil das Feld aufgeweicht war, musste das Landesligaspiel der beiden auf künstlichem Geläuf und dem Nebenplatz ausgetragen werden – dass die Wildeshauser mit 1:2 (1:0) verloren, hatte damit allerdings weniger zu tun, sondern mehr mit zu einfachen Fehlern der Gäste. „Dass man Konter verhindern sollte, dürfte bekannt sein, dafür muss man kein Landesliga-Spieler sein“, ärgerte sich Trainer Marcel Bragula. „Wir haben das Spiel hergeschenkt, das darf uns nicht passieren.“

Comeback für Steven Müller-Rautenberg

Der aktuelle fünfte Platz ist für den Neuling zwar eine glänzende Zwischenbilanz, mit einem Sieg wären die Kreisstädter aber in die absolute Spitzengruppe aufgerückt. Und der war lange Zeit nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich. In einer starken ersten Hälfte waren die Gäste überlegen und gingen durch einen Schuss von Alexander Dreher ins kurze Eck in der 33. Minute völlig verdient in Führung – es war Drehers erstes Tor seit seinem Wechsel vom BV Cloppenburg. In der ersten Hälfte feierte auch Steven Müller-Rautenberg sein Comeback; der ehemalige Stürmer des SV Atlas hatte sich bei seinem Debüt im August das Außenband gerissen und kam in der 27. Minute für den verletzten Marius Krumland.

Nach der Pause hörten die Wildeshauser aber auf, Fußball zu spielen, wie Bragula es beschrieb. Schüttorf bekam immer mehr Ballbesitz und wusste ihn zu nutzen. Kapitän Eray Bayraktar schloss einen Konter aus 16 Metern mit dem Ausgleich ab (66.), zehn Minuten später geriet der VfL durch Steffen Hilberink verdient in Rückstand, nachdem Wildeshausens Torwart David Lohmann zuvor einige Glanzparaden gezeigt hatte. „Insgesamt muss man sagen, dass das Ergebnis gerecht ist“, fand Bragula. „Wenn du einer ballsicheren Mannschaft zu viel den Ball gibst, wirst du dafür bestraft.“