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HVN/BHV-Pokal HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und TS Hoykenkamp scheiden aus

Von Heinz Quahs | 22.10.2019, 09:35 Uhr

Die zweite Runde des HVN/BHV-Pokals war für die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg genau wie für die Handballer der TS Hoykenkamp Endstation.

Die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und die Handballer der TS Hoykenkamp sind in der zweiten Runde des HVN/BHV-Pokals ausgeschieden. Die HSG, die eines der Turniere ausrichtete, kam zu einem Sieg, eine Partie ging verloren. Die TSH, die in Jever antrat, kassierten zwei Niederlagen.

Zweimal Landesligisten zu Gast

Die HSG-Frauen, die in der Landesklasse um Punkte kämpfen, hatten die Landesligisten GW Itterbeck und BW Lohne zu Gast. Sie trafen zunächst auf Itterbeck und boten dem klassenhöheren Team beim 17:18 (10:10) mächtig Paroli. In der ersten Halbzeit der Begegnung über 2x20 Minuten zeigte Grüppenbühren/Bookholzberg im Angriff eine gute Leistung. Doch die Abwehr konnte sich nur schwer auf den GW-Rückraum um die Torjägerinnen Ruth Elbert und Kira Harsmann einstellen. Erst als HSG-Coach Rolf Tants die Deckung von der 6:0- auf eine 5:1-Variante umstellte, kam Itterbeck nicht mehr so gut zum Zug. Die HSG ging durch drei Treffer in Folge von Farina Sanders, Nane Steinmann und Franziska Hische erstmals in Führung (8:7). Die Tants-Sieben blieb vorn, musste in der Schlusssekunde des ersten Abschnitts den Ausgleich (10:10) hinnehmen. Nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die HSG in Überzahl ins Hintertreffen geriet. Sie verwarf zunächst einen Siebenmeter und kassierte dann drei Tore hintereinander. Aus einem 16:15-Vorsprung war ein 16:18-Rückstand geworden. HSG-Rückraumspielerin Wiebke Möller traf 20 Sekunden vor Schluss zum 17:18, mehr ließen die Gäste nicht zu. Da Itterbeck in der zweiten Partie des Tages auch gegen Lohne gewann (21:18), stand fest, dass es in die dritte Runde einzieht.

Sieg gegen Lohne

Die HSG gewann gegen Lohne mit 22:13 und zeigte erneut, dass sie durchaus in der Lage ist, gegen Landesligisten mitzuhalten – auch wenn beide Teams die bedeutungslose Partie nicht mehr voll konzentriert angingen. Nach neun Minuten lag Lohne mit 5:1 vorn. Langsam fand die Tants-Sieben ins Spiel, holte mit kämpferischem Einsatz Tor um Tor auf. Möller erzielte Sekunden vor der Pause das 7:6. In der zweiten Halbzeit drehte die HSG auf. Farina Sanders setzte sich am Kreis, aber auch im Eins-gegen-eins-Spiel immer wieder energisch durch. Sie warf fünf Tore und riss ihre Mitspielerinnen mit. Die Gastgeberinnen kamen zu einem souveränen Erfolg. Tants war mit dem Turnierverlauf zufrieden. „Im ersten Spiel zeigten wir in der Deckung noch kleine Schwächen und waren im Angriff nicht druckvoll genug“, sagte er: „Im zweiten Spiel konnten wir befreiter aufspielen. Lohne wollte bestimmt nicht eine so hohe Niederlage kassieren.“

Coach Lutz Matthiesen fehlte erkrankt

Die TS Hoykenkamp trat mit einer Verlegenheitsmannschaft in Jever an. Außer dem erkrankten Coach Lutz Matthiesen fehlten wichtige Spieler, unter anderem Abwehrchef Malte Kasper. Hans-Georg Ahrens, Betreuer der Landesklasse-Handballer, übernahm das Zepter und versuchte, das Beste aus der Situation zu machen. Zum Auftakt gegen den mit vielen bundesligaerfahrenen Akteuren angetretenen Liga-Rivalen HG Jever/Schortens II stand die TSH auf verlorenem Posten und verlor mit 14:30 (4:14).

Klare Worte fand Ahrens vor der Begegnung gegen den Oberligisten SG VTB/Altjührden, in der die TSH in Abwehr und Angriff auch deutlich besser spielte, sich aber dennoch mit 13:22 geschlagen geben musste. Zur Pause führte die SG mit 10:9. Mit einem 9:1-Lauf machte sie nach dem Seitenwechsel alles klar. „Nachdem sich Hannes Ahrens in der ersten Spielhälfte verletzt hatte und nicht mehr eingesetzt werden konnte, gab es kaum noch Alternativen auf der Bank. Auf jeden Fall haben wir uns nicht hängen lassen“, sagte Hans-Georg Ahrens. Mit einem 15:9 über Jever/Schortens sicherte sich der Oberligist den Platz in der dritten Runde.