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Handball-Landesliga Bei der HSG Delmenhorst platzt der Knoten

Von Klaus Erdmann | 22.10.2019, 22:29 Uhr

Nach saisonübergreifend sechs Auswärtsniederlagen in Serie haben die Landesliga-Handballerinnen mal wieder in einer fremden Halle gewonnen.

Der Knoten ist geplatzt: Dank einer starken Defensivleistung haben die Handballerinnen der HSG Delmenhorst im sechsten Spiel den ersten Auswärtssieg erreicht. Der Landesliga-Dritte behauptete sich beim Tabellenneunten LTS Bremerhaven mit 23:20 (9:9). Der Gast vergab gute Möglichkeiten und verpasste so einen deutlicheren Erfolg. „Nachdem wir einige Male knapp und auch unglücklich verloren haben, sind wir über den ersten Auswärtssieg natürlich froh“, betonte HSG-Trainer Ingo Renken, dessen Mannschaft bereits vier Partien in fremden Hallen bestritt. Man habe eine gute Abwehrleistung gezeigt und nur 20 Gegentore kassiert. Ein Sonderlob richtete der Coach an die Adresse von Torhüterin Christina Nienaber, die unter anderem zwei Siebenmeter parierte.

Schlechte Siebenmeterquote

Nach dem Sieg hat die HSG, die als Vizemeister in die Saison gegangen ist, mit 6:6 Zählern ein ausgeglichenes Punktekonto. Die Delmenhorsterinnen lagen während der Anfangsphase zurück, ehe Sabrina Weyhausen die HSG mit dem 9:8 erstmals in Führung brachte (29.). Über 13:12 (41.) und 16:16 (52.) kam der Gast in der 55. Minute durch Elisadel Libchen zu einem Zwei-Tore-Vorsprung (19:17). 61 Sekunden vor Schluss sorgte Nicole Howe mit dem 22:19 für die Vorentscheidung. „Zum Schluss haben wir die bessere Physis besessen“, stellte Renken fest. Der Trainer sagte auch, dass die HSG „vorne zu viel liegen gelassen“ habe. Unter anderem verwandelten die Delmenhorsterinnen nur zwei von sechs Siebenmetern, ihre Saison-Quote ist mit knapp 59 Prozent die drittschlechteste der Liga. Bremerhaven verlor Vanessa Uelzen in der 21. Minute durch Disqualifikation. Renken: „Sie hat Celine Hanenkamp bei einem Gegenstoß gestoßen.“

Nach dem Auftritt in Bremerhaven stehen zwei Heimspiele auf dem Plan der HSG. Am Sonntag, 15.15 Uhr, empfängt sie den TSV Bremervörde und am Sonntag, 10. November, 15.15 Uhr, stellt sich der SV Werder Bremen III in der Stadionhalle vor. „Das Spiel gegen den Tabellenletzten Bremervörde wird kein Selbstläufer“, unterstreicht Renken. „Wir müssen alles in die Waagschale werfen und vorne die Dinger reinmachen.“