Ein Angebot der NOZ

Fußball-Bezirkspokal TSV Ganderkesee klarer Außenseiter gegen VfL Wildeshausen

Von Henrik Schaper | 27.07.2019, 12:44 Uhr

Die ersten Pflichtspiele der neuen Saison 2019/20 stehen an. Beim Fußball-Bezirkspokal treten sechs hiesige Mannschaften in drei Duellen direkt gegeneinander an.

Die Zeit der Saisonvorbereitung ist vorbei. Am morgigen Sonntag, 28. Juli, beginnen mit dem Fußball-Bezirkspokal die Pflichtspiele für sechs hiesige Teams. Alle Partien werden um 15 Uhr angepfiffen.

Im ersten Duell treffen der TSV Ganderkesee und der VfL Wildeshausen aufeinander. Das Spiel heißt aber auch Kreisligist gegen Landesligist. Der Zweiligen-Unterschied ist Ganderkesee-Coach Stephan Schüttel sehr wohl bewusst, obwohl sein Team amtierender Kreispokalsieger ist. Dennoch rechnet er sich trotz aller Pokalfloskeln nicht allzu viel aus: "Wildeshausen ist wirklich ne Hausnummer." Immerhin: "Wir können aus dem Vollen schöpfen", sagt Schüttel mit Blick auf die Mannschaft.

Wildeshausen hat einige Ausfälle

"Ich erwarte, dass wir gewinnen", nimmt VfL-Trainer Marcel Bragula seine Schützlinge unmissverständlich in die Pflicht. Man solle Ganderkesee nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aber das liege "zwischen den Ohren" der Spieler und damit bei jedem selbst, so Bragula. Gerade mit der letzten Woche der Vorbereitung sei er ausgesprochen zufrieden. Aber er hat auch einige Ausfälle zu beklagen: Robin Ramke, Christoph Stolle, Jan Lemkuhl und Sebastian Bröcker werden am Sonntag definitiv fehlen.

Im Duell zweier Bezirksligisten trifft der FC Hude auf den SV Baris Delmenhorst. Die Mannschaften kennen sich bestens aus dem Ligaalltag, was beiden Trainern bei ihrer Spielvorbereitung dient. Ich erwarte eine "Wundertüte" bei Baris, sagt FCH-Trainer Lars Möhlenbrock zu seiner Einschätzung der Delmenhorster. Bezogen auf die Vorbereitung sieht er sein Team "ganz gut dabei". "Es sitzt ziemlich viel", so Möhlenbrock. In Dominic Brumund hat er einen Geheimtipp seiner Co-Trainer aus der zweiten Mannschaft hochgezogen. "Er ist volle Pulle" eingeschlagen, lobt Möhlenbrock den Außenspieler als heimlichen Gewinner der Vorbereitung.

Sieben Baris-Spieler noch im Urlaub

"Das ist für mich noch ein Vorbereitungsspiel", erklärt Önder Caki. Der Baris-Trainer will sehen, wie weit sein Team überhaupt ist. Schließlich sei die Testspielphase bei den Delmenhorstern nicht ganz so optimal verlaufen, was aufgrund der Urlaube mancher Spieler, aber auch ganz normal sei. Aktuell befinden sich immer noch sieben seiner Akteure im Urlaub. Das müsse der 21-Mann-Kader eben auffangen.

"Wir sind heiß, die Jungs sind heiß", beschreibt Isa Tezel, Sportlicher Leiter des SV Tur Abdin Delmenhorst, seine Gefühlslage vor dem Pokalduell gegen den Bezirksliga-Konkurrenten VfL Stenum. Zuletzt trafen beide Mannschaften vor zwei Jahren im Pokal aufeinander. Damals gewannen die Stenumer Zuhause mit 3:2. Tezel hat die Vorbereitung ganz genau verfolgt: "Ich bin gespannt, wo die Mannschaft steht." Das Team habe sich in der Arbeit nach hinten verbessert. Dabei helfe vor allem der größere Konkurrenzkampf im Kader. "Wir wollen den bewusst haben", betont Tezel. Gegen Stenum werde Trainer Andree Höttges einen 22-Mann-Kader zur Verfügung haben. "Alle sind einsatzbereit, Andree hat die Qual der Wahl", sagt Tezel.

Kreuzbandriss bei Fabian Wilshusen

Die Stenumer kommen mit breiter Brust nach Delmenhorst. Seit dem Achtelfinaleinzug vor zwei Jahren hat VfL-Coach Thomas Baake richtig Lust auf den Pokal. „Ich sehe beide Mannschaften auf Augenhöhe“, sagt Baake und verspricht „einen offenen Schlagabtausch.“ Die Vorbereitung sei aufgrund der Neuzugänge hervorragend gelaufen. Einziger Wermutstropfen: Fabian Wilshusen hat sich am Dienstag einen Kreuzbandriss zugezogen. Das habe die Mannschaft schon schwer getroffen. Baake blickt aber positiv nach vorne. Die vier A-Jugendlichen aus dem eigenen Verein machen ihm richtig Spaß: „Sie haben frischen Wind in den Kader gebracht.“