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Fußball-Bezirkspokal FC Hude schlägt SV Baris in der Nachspielzeit

Von Henrik Schaper | 29.07.2019, 01:15 Uhr

Der FC Hude steht in der zweiten Runde des Bezirkspokals. Die Gastgeber setzten sich am Sonntag mit 3:2 gegen den SV Baris Delmenhorst durch. Drei Tore fielen erst in der Nachspielzeit.

In der langen Nachspielzeit gab es gestern noch so etwas wie Pokaldrama in der Partie zwischen dem FC Hude und dem SV Baris Delmenhorst. Drei Treffer fielen zwischen der 91. und 96. Minute im Duell der beiden Fußball-Bezirksligisten. Nach 100 Minuten setzten sich die Hausherren mit 3:2 (0:0) im Bezirkspokal durch. Hude trifft in der zweiten Runde am Mittwoch, 7. August, auf den Landesligisten VfL Wildeshausen. Das Team von FCH-Trainer Lars Möhlenbrock genießt erneut Heimrecht.

Es waren noch nicht einmal 60 Sekunden im Waldstadion gespielt, da tauchte Hudes Mohamed Alawie vor dem Gehäuse der Delmenhorster auf. Der Stürmer schoss Baris-Torhüter Anil-Emre-Milan Caki an. Großchance vertan. „Wach werden“ brüllte der Keeper seine Hinterleute an.

Viele nicklige Fouls

Auffällig: Beide Mannschaften standen sehr kompakt. Dadurch boten sich wenig Räume und es gab viele nicklige Fouls, die immer von lautstarken Kommentaren begleitet wurden. Alawie stand in der siebten Minute das zweite Mal im Mittelpunkt. Nach einem normalen Zweikampf, der gegen Alawie gepfiffen wurde, folgte eine Diskussion auf beiden Seiten. Die Folge war eine zerfahrene Phase.

Ab der 15. Minute kam Baris so langsam besser ins Spiel. Zuerst Mert Caki (18.) und nur eine Minute später Kapitän Mikael-Cihan Blümel scheiterten an Hudes Torwart Marvin Müller. Früher als gedacht musste Baris-Trainer Önder Caki das erste Mal auswechseln. Für den angeschlagenen Anuk Ugur kam Sinan Özütemiz (26.). Auch nach der Trinkpause bei 30 Grad gab es wenig Strafraumszenen.

Önder Caki stellt das System um

Erst in der 38. Minute wurde es wieder brandgefährlich. Mohamed Alawie steckte im Baris-Strafraum auf Dominic Brumund durch, der freistehend am Tor vorbeischoss. Mit dem 0:0 ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel stellte Önder Caki sein Team auf ein 4-1-4-1-System um, folglich ergaben sich mehr Freiräume auf dem Feld.

Den ersten Treffer erzielte Hude. Nach Vorlage von Alawie zimmerte Nils Sandau den Ball zum 1:0 in die Maschen. „Ein ganz starker Spielzug“, kommentierte Möhlenbrock.

In der 58. Minute kassierte Baris’ Alexander Pelman seine zweite Gelbe Karte und musste mit Gelb-Rot vom Platz. Lange Zeit sah es so aus, als wäre die Partie gelaufen und Hude könne seine Führung in Überzahl über die Zeit bringen. Bis zur 83. Minute. Der eingewechselte Baris-Neuzugang Mergim Bajqinovci ließ die gegnerische Abwehr ziemlich alt aussehen und markierte das 1:1.

Zehnminütige Nachspielzeit

Dann folgte die zehnminütige Nachspielzeit. Hudes Cüneyt Yildiz fand mit einer Ecke Alawie, der den Ball unter die Latte köpfte, von dort sprang er hinter die Torlinie. Schiedsrichter Fabian Becker entschied auf 2:1 (91.). Nur zwei Minuten später wurde Hudes Marko Schrank im Strafraum gefoult. Den Elfmeter verwandelte Andy Brinkmann sicher zum 3:1. Doch Baris steckte immer noch nicht auf. Blümel traf zum 2:3-Anschlusstreffer. Mehr war für die Delmenhorster aber nicht mehr drin.

„Natürlich war es ein hitziges Spiel“, betonte Önder Caki. „Mit zehn Mann haben wir Hude dominiert.“

„Eigentlich lief es recht gut. Bis auf das 1:1 und das 2:3“, sagte Möhlenbrock. Die Chancenverwertung seines Teams gefiel ihm allerdings überhaupt nicht. „Das ist nicht mehr Vorbereitung.“ Feiern durften seine Jungs den knappen Sieg trotzdem.