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Frauen Fußball-Bezirksliga VfL Wildeshausen profitiert vom Rückzug des VfL Stenum

Von Klaus Erdmann | 02.07.2019, 16:59 Uhr

Die Fußball-Frauen des VfL Wildeshausen spielen auch in der neuen Saison in der Bezirksliga. Sie profitieren vom Rückzug des VfL Stenum.

Obwohl sie in der Bezirksliga einen Platz in der oberen Hälfte belegt haben, spielen die Fußballerinnen des VfL Stenum in der Saison 2019/20 in der Kreisliga. Obwohl sie die Spielzeit auf einem Abstiegsplatz beendet haben, gehören die Aktiven des VfL Wildeshausen weiterhin dem Kreis der Bezirksligisten an. Des Rätsels Lösung: Stenum hat die Mannschaft „freiwillig und aus sportlichen Gründen“ (Trainerin Diana Decker) zurückgezogen. Den freien Platz übernehmen die Wildeshauserinnen. Des Einen Leid ist des Anderen Freud‘.

„Gegen Saisonende kursierten Gerüchte bezüglich des Stenumer Rückzugs. Aber ich konnte sie nicht so recht glauben. Somit kam die Nachricht überraschend“, sagt der Wildeshauser Trainer Sven Flachsenberger. Die Spielerinnen hätten sich sehr gefreut.

Nach dem 3:4 im „Abstiegs-Endspiel“ beim Polizei SV Oldenburg nahm der VfL Wittekind in der Abschlusstabelle mit 19 Punkten und vier Zählern Rückstand gegenüber Oldenburg den zehnten und ersten Abstiegsrang ein. Flachsenberger sah sich wiederholt mit personellen Problemen konfrontiert. „In der Rückrunde haben wir das gut kompensiert“, betont der Coach. Gleichwohl vermochte die Mannschaft die Abstiegsränge nicht zu verlassen.

Nach dem Stenumer Rückzug kann Wildeshausen neue Ziele formulieren. Flachsenberger („Nach meiner Meinung gehören wir in die Bezirksliga“) sagt, dass der Kader zusammenbleibe. Mit Mittelfeldspielerin Sofie Dier und Angreiferin Violetta Pflaum kommen zwei Talente, die zuletzt mit den B-Juniorinnen des Ahlhorner SV Bezirksliga-Meister wurden. Ebenfalls aus Ahlhorn kommt Co-Trainerin Ellen Gronewold, die die Nachfolge von Ralf Eckhoff antritt.

Die Stenumerinnen landeten unter Maurice Kulawiak, der sich mit dem Engagement einiger Spielerinnen nicht einverstanden zeigte, und Decker auf dem sechsten Platz. 21 der 36 Punkte sammelten sie in der Hinrunde. Stenum geht fortan in der Kreisliga Cloppenburg, Vechta, Oldenburg-Land/Delmenhorst, der 13 Mannschaften angehören, auf Punktejagd. „Einige Spielerinnen haben uns verlassen, aber es kommen auch welche dazu“, unterstreicht Trainerin Decker. „Die Truppe setzt nicht mehr so auf Leistung.“