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Vielseitigkeitsprüfung des CHIO 2019 Ingrid Klimke gewinnt, Sandra Auffarth zufrieden

Von Lars Pingel | 20.07.2019, 15:54 Uhr

Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee war nach einem nicht optimalen Geländeritt der Vielseitigkeitsprüfung des CHIO 2019 trotzdem mit dem Wallach Viamant du Matz zufrieden. Siegerin wurde Ingrid Klimke aus Münster mit SAP Hale Bob. Anschließend wurde Auffarths Erfolgsperd Wolle aus dem Sport verabschiedet.

Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee hat die Vielseitigkeitsprüfung des CHIO 2019 in Aachen auf dem 32. Rang beendet. Mit dem in großen internationalen Prüfungen noch recht unerfahrenen Viamant du Matz hatte sie nach einem Geländeritt mit zwei Vorbeiläufern, die ihr durch großen Zeitverlust zusätzliche Strafpunkte einbrachten, nach drei Teildisziplinen 109,0 Minuszähler auf dem Konto.

Sandra Auffarth lobt Viamant du Matz

Nach Dressur und fehlerfreiem Springen am Freitag war Auffarth gestern als 15. auf die technisch anspruchsvolle Geländestrecke gegangen. „Er hat eine tolle Einstellung“, lobte sie den zehnjährigen Wallach nach seinem zweiten Start beim CHIO. Viamant du Matz sei noch in der Entwicklung und habe alle anderen Aufgaben gut gelöst. Daher sei sie zufrieden. Es war ihr zweiter Start mit dem französischen Wallach in Aachen.

Ingrid Klimke auf Geländestrecke fehlerfrei

Siegerin wurde Ingrid Klimke aus Münster mit SAP Hale Bob (24,7 Minuspunkte). Sie war vor dem Geländeritt Zweite, bewältigte die 3943 Meter lange Strecke mit 22 Hindernissen fehlerlos und innerhalb der vorgegebenen Optimalzeit. Das gelang gestern außer ihr nur Michael Jung aus Horb mit fischerChipmunk (25,5) und dem Australier Christopher Burton mit Qualitiy Purdey (27,0), die die Ränge zwei und drei belegten. Die nach den ersten Disziplinen führende Laura Collet aus Großbritannien fiel mit London nach einer Verweigerung auf Platz 20 (52,9) zurück.

Deutsches Team gewinnt Nationenpreis

Die deutsche Mannschaft hat derweil den Nationenpreis gewonnen. Das Quartett um Europameisterin Ingrid Klimke setzte sich trotz eines Ausfalls vor Neuseeland und Australien durch. Josefa Sommer aus Immenhausen brach den Geländeritt ab, weil ihr Pferd Hamilton ein Hufeisen verloren hatte. Zum Team gehörten zudem Jung mit seinem Zweitpferd Star Connection und Andreas Dibowski aus Döhle mit Corrida.

Wolle wird aus dem Sport verabschiedet

Nach der Siegerehrung erlebten die Sportler und mehr als 40.000 Zuschauer einige sehr emotionale Minuten. Sandra Auffarth verabschiedete ihr Erfolgspferd Wolle, der bei Turnieren wie dem CHIO allerdings immer mit seinem Taufnahmen Opgun Louvo angekündigt wurde, aus dem Sport.

Mit dem französischen Wallach hatte sie von 2011 an bei fünf internationalen Championaten neun Medaillen gewonnen. Darunter Olympia-Gold mit dem Team und -Bronze in der Einzelwertung bei den Spielen in London 2012. "Ihm geht es gut", sagte Auffarth über den 17-Jährigen, den sie als "das für mich beste Pferd der Welt" gelobt hatte. (mit dpa)