Ein Angebot der NOZ

Fußball-Bezirksliga Derby zwischen VfL Stenum und FC Hude

Von Henrik Schaper | 24.05.2019, 22:33 Uhr

Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Der vorletzte Spieltag in der Fußball-Bezirksliga steht an. Unter anderem das Derby zwischen dem VfL Stenum und dem FC Hude.

Ehre, wem Ehre gebührt: Der VfL Wildeshausen wird beim Heimspiel gegen BW Bümmerstede am Sonntag um 15 Uhr im Krandelstadion mit der Meisterschale geehrt. Ganz offiziell feiert die Mannschaft am 1. Juni zusammen mit der U23, die ebenfalls Meister geworden ist.

Tabellenerster gegen Tabellenvierter

Die Partie am vorletzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga hat es trotzdem in sich. Immerhin trifft der souveräne Tabellenführer auf den Tabellenvierten, für den es gleichzeitig das letzte Saisonspiel ist. Das Hinspiel endet mit 0:0, wobei die Wildeshauser einen Elfmeter verschossen. „Bümmerstede ist einer der unangenehmsten Gegner, der ist richtig eklig zu bespielen“, warnt VfL-Coach Marcel Bragula. Fehlende Motivation bei seinen Jungs sieht er nicht. Der Meister ist Zuhause noch ungeschlagen und möchte dies natürlich auch bleiben. Vor dem Anpfiff wird Jannik Wallner als verdienter Spieler nach mehr als zehn Jahren beim VfL verabschiedet. Bragula: „Daher läuft Jannik am Sonntag auch als Kapitän auf.“

„Wir wollen auf jeden Fall drei Punkte holen. Ein Sieg ist Pflicht“, gibt SV-Baris-Delmenhorst-Trainer Önder Caki die klare Marschroute für sein Team vor. Die Ausgangslage ist klar: Der Tabellenletzte Wiefelstede hat die letzten elf Spiele in Folge verloren und in der gesamten Saison gerade einmal mickrige sieben Punkte geholt. Anstoß auf der Sportanlage Am Breeden ist am Samstag um 15 Uhr. Caki kann auch in Wiefelstede wieder auf seinen breiten Kader bauen. Seine einzige Sorge: „Bei einigen Spielern gibt es wegen des Fastens weiterhin Problem, die volle Distanz zu gehen.“

Stenum gewann das Hinspiel 4:2

Derbytime heißt es zwischen dem VfL Stenum und dem FC Hude am Sonntag um 15 Uhr. Und dass dieses Duell auf der Sportanlage Hoykenkamp eine gewisse Brisanz beinhaltet, belegt das Hinspiel. Nach klarer 2:0-Führung für Hude, stellten die Stenumer die Partie noch komplett auf den Kopf. Dazu noch in Unterzahl. Am Ende stand es 4:2 für den VfL. Eine bittere Niederlage, die Hude-Trainer Lars Möhlenbrock bis heute noch nachhängt: "Wir haben daraus gelernt und bestimmt einige Spiele gewonnen, die wir sonst verloren hätten." Andere Gefühlslage bei Stenum-Coach Thomas Baake:

„"Ich hatte schon einen verpatzten Saisonstart im Kopf."“

Stenum ist Tabellenachter mit 41 Punkten und Hude einen Platz davor mit 42 Punkten. Bei der Tordifferenz trennen die beiden Teams gerade einmal zwei Tore. Baake: "Es ist zwar alles entschieden in der Tabelle, aber die Mannschaften liegen immer nur einen Punkt auseinander." Insgesamt hat der Stenumer Coach in dieser Spielzeit 41 verschiedene Spieler eingesetzt, das entspricht quasi zwei kompletten Spieler Kadern. Dabei ist es Baake nach eigener Aussage leid, jede Woche eine andere Mannschaft aufzustellen.

Mohamed Alawie nach Rotsperre zurück

"Das wird ein anderes Spiel und ein anderer Spielverlauf", verspricht Möhlenbrock. Seine wichtigste Personalie: Stürmer Mohamed Alawie kehrt nach seiner Rotsperre zurück. Möhlenbrock weiß um die Bedeutung des Heißsporns, der extra zweimal mit der Jugend trainiert hat. Anders ist die Lage beim Langzeitverletzten Cüneyt Yildiz. Beim 3:3 gegen Frisia Wilhelmshaven saß Yildiz nach seinem Kreuzbandriss erstmals wieder auf der Bank. Gegen Stenum könnte ihn Möhlenbrock vielleicht für ein paar Derbyminuten bringen.

Kampf um die Torjägerkanone

Ein Spiel bei dem es um nichts mehr geht: SV Tur Abdin Delmenhorst, Tabellenneunter, gegen SV Wilhelmshaven, Tabellenfünfter, am Sonntag ab 15 Uhr. Seit fünf Spielen wartet Tur Abdin auf einen Dreier. Der sportliche Leiter Isa Tezel hofft auf die Heimstärke der Delmenhorster. Bei Abdin fehlen Artjom Prieb (geheiratet) und Lukas Matta (privat). Viele Tore sollten dennoch garantiert sein. Tezel: "Beide Teams spielen mit offenem Visier." Bleibt der Kampf um die Torjägerkanone, bei der Simon-Josef Matta kräftig mitmischt. Neben ihm haben auch Lasse Dworczak (GVO Oldenburg) und Tim Rister (Frisia Wilhelmshaven) je 25 Treffer erzielt. Die Frage nach dem besten Bezirksliga-Knipser ist also noch offen.