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Fußball-Bezirksliga Derby in Stenum bleibt ohne Sieger

Von Henrik Schaper | 27.05.2019, 00:00 Uhr

Ein Derby, das keinen Sieger verdient hatte. Der VfL Stenum und FC Hude trennten sich in der Fußball-Bezirksliga mit 2:2.

Obwohl es für beide nur noch um leichte Verbesserungen in der Tabelle der Fußball-Bezirksliga ging, haben sich der VfL Stenum und der FC Hude am Sonntag ein rassiges Derby geliefert. Die beiden Landkreis-Rivalen trennten sich leistungsgerecht mit einem 2:2 (2:1), das beide Trainer zufriedenstellte.

Der Auftakt vor 300 Zuschauern am Kirchweg war furios. In der vierten Minute zog Stenums Kapitän Maximilian Klatte aus 25 Metern ab und traf rechts unten ins Eck zum 1:0. Die Huder waren zunächst eindeutig geschockt vom frühen Rückstand. Es dauerte bis zur 20. Minute, bis Mohammed Alawie per Kopf das erste Mal für Gefahr vor dem Stenumer Tor von Keeper Maik Panzram sorgte. Von da an war auf einmal das typische Derbyfeuer in der Partie, die jedoch zu keinem Moment unfair geführt wurde.

Es dauerte bis zur 20. Minute, bis Alawie per Kopfball das erste Mal für Gefahr vor dem Stenumer Tor von Keeper Maik Panzram sorgte. Ab diesem Zeitpunkt war auf einmal das typische Derbyfeuer in der Partie, die jedoch zu keinem Moment unfair geführt wurde.

Handelfmeter für Stenum

Nach 32 Minuten gab es Handelfmeter für die Hausherren. Kapitän Klatte verwandelte sicher zum 2:0. Genau wie beim 1:0 wieder rechts unten ins Eck. Der Frust von Gäste-Torwart Christopher Schnake entlud sich in einem Tritt gegen den Pfosten. Direkt danach war Hude-Coach Lars Möhlenbrock zum ersten Wechsel gezwungen. Ole Schöneboom musste angeschlagen vom Feld, für ihn kam Jeremias Holtorp.

Die stärker werdenden Gäste bekamen ihre Chancen. Nach einem Foul an Alawie (37.) gab es Strafstoß für die Huder. Andy Brinkmann gelang der Anschluss. In der Nachspielzeit hatte Stenums Timm Strodthoff die große Möglichkeit, den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herzustellen. Sein Schuss streifte Schnake und landete am Pfosten.

Hude mit mehr Körperspannung

Die Teams waren gerade erst aus den Kabinen gekommen, als Nils Sandau zum Ausgleich traf (47.). Danach verlagerte sich der Spielverlauf ins Mittelfeld. Hude zeigte jetzt eine ganz andere Körperspannung. Die Gäste schafften es auch häufiger, Richtung Strafraum zu kommen. Einziges Problem: die gut funktionierende Abseitsfalle des VfL. Dessen beste Chance in der zweiten Halbzeit hatte Strodthoff. In der Schlussphase spielten beide Mannschaften auf Sieg. Die besseren Chancen hatte eindeutig Hude: Sandau schoss Panzram an die Brust (84.) und Alawie, wiederum Sandau und der eingewechselte Marko Schrank, allesamt in einer Chance, scheiterten (89.). Hude und Stenum wurden in der Tabelle vom SV Tur Abdin überholt. Der FC rutschte auf Platz acht ab, der VfL ist Neunter.

Das Derby-Fazit von VfL-Trainer Thomas Baake: „Wir haben uns vorgenommen, die letzten Spiele vor der Pause nicht mehr zu verlieren. Von daher kann ich mit dem Unentschieden gut leben.“ Sein Trainerkollege Möhlenbrock stimmte ihm zu, dass es ein absolut faires Derby gewesen sei. Lediglich in der ersten Halbzeit hatte er sich noch über den Handelfmeter aufgeregt. „Das 2:2 ist natürlich wie gemalt direkt nach der Pause.“