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Zweiter Platz in der zweiten Qualifikation Sandra Auffarth sichert sich mit Nupafeed's La Vista Startplatz im Spring-Derby 2019

Von Lars Pingel | 31.05.2019, 22:47 Uhr

Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee hat sich am Freitag mit Nupafeed's La Vista für das Deutsche Spring-Derby 2019 in qualifiziert. Das wird am Sonntag auf dem weltberühmten Parcours in Hamburg ausgetragen.

Sandra Auffarth lächelte schon als Nupafeed’s La Vista ihren letzten Sprung beendete. Die 32-jährige Reiterin des RV Ganderkesee und die Stute hatten am Freitag eine „Holsteiner Wegesteine“ genannte zweifache Kombination auf dem Springplatz in Hamburg-Klein Flottbeck ebenso sicher überwunden wie zwölf andere Hindernisse zuvor. Sie wurden dann von den vielen Zuschauern für ihre zweite Traumrunde in den Qualifikationen für das Deutsche Spring-Derby gefeiert. Schon am Mittwoch hatten sie dort eine glänzende Null-Fehler-Vorstellung abgeliefert. „Es hat richtig Spaß gemacht“, erzählte Auffarth später. Sie war nach 97,92 Sekunden durch das Ziel geritten. Das bedeutete Platz zwei in der Prüfung und, nach Rang zehn am Mittwoch, natürlich die Qualifikation für das traditionsreiche und weltberühmte Derby, das am morgigen Sonntag um 13.45 Uhr beginnt.

Sandra Auffarth schwämt von Nupafeed's La Vista

„Sie macht es mir wirklich nicht schwer“, lobte Sandra Auffarth die zehnjährige La Vista, die von ihrem Vater Karl-Heinz Auffarth gezogen und von ihr selbst ausgebildet worden war. „Es fühlt sich einfach super an, mit ihr zu reiten“, schwärmte Auffarth weiter. Das Ergebnis erklärte sie lachend:

„Ich muss schon sagen, dass ich viel Zeit zum Genießen hatte.“

Den Sieg in der zweiten Qualifikation feierte der Ire Shane Breen, der mit Can Ya Makan in 96,18 Sekunden die schnellste von sieben fehlerfreien Runden ritt. 64 Paare waren gestartet. „Ich bin zuversichtlich für Sonntag“, sagte Breen: „Ich habe ein fantastisches Pferd. Es kann alles: Derby, Weltcup und Nationenpreise.“

Matthew Sampson aus Großbritannien überzeugt mit geliehenem Pferd

Vorjahressieger Matthew Sampson aus Großbritannien bewies gestern, dass er erneut zum engsten Kreis der Anwärter auf den Derbysieg gehört – und das mit einem geliehenen Pferd. Quality Old Joker gehört Holly Smith, die in an diesem Wochenende in einem Nationpreis im schweizerischen St. Gallen startet. Mit dem irischen Sportpferd war sie in Hamburg im vergangenen Jahr Fünfte geworden. Da die Stute Gloria van Zuuthoeve, mit der Sampson 2018 in Hamburg im Stechen zum Sieg gestürmt war, nicht mehr im Sport ist, tritt er jetzt mit dem Pferd seiner Landsfrau an. „Zwei Plätze weiter vorn“ würde er morgen gerne stehen, meinte er. In der ersten Qualifikation war Sampson ebenfalls Dritter. "Das ist ein sehr gutes Pferd", sagte er nach seinem erst sechsten Ritt (0.00 Fehler/98,10 Sekunden) auf Qualitiy Old Joker mit Blick auf das Derby:

„"Wenn ich es gut reite, kann es sehr gut laufen."“

Hendrik Sosath aus Lemwerder für Derby qualifiziert

Hendrik Sosath vom Stedinger RuFV Sturmvogel Berne gehört mit Lady Lordana auch zu den 32 besten Paaren nach den Vorprüfungen, die im Derby starten dürfen. Am Mittwoch war der 31-Jährige aus Lemwerder mit der Oldenburger Stute nach einer Null-Runde Achter geworden. Am Freitag blieb er in 103,34 Sekunden fehllos: Rang fünf. Mit Quel Chanel (Rang zwei in der ersten Qualifikation) platzierte er sich nicht.

Derby-Parcours ist 1230 Meter lang

Gestern ging es für die Paare, unter anderem, zum ersten Mal auf den 18 Meter langen und mehr als drei Meter hohen Wall. Direkt danach folgte „der Trakehner“, ein Steilsprung mit Wassergraben, an dem es die meisten Abwürfe gab. Auffarth führte La Vista ruhig und sehr souverän, es wirkte fast gelassen, über diese und alle anderen Hindernisse, die zum seit 1920 fast unveränderten Derby-Parcours gehören, der morgen geritten wird. Dieser ist 1230 Meter lang. Es gibt 17 Aufgaben mit 24 Sprüngen. Vor zwölf Monaten gelang es Auffarth, die damals ihr Derby-Debüt feierte, diese mit La Vista ohne Fehlerpunkte zu bewältigen. Im Stechen wurde sie Dritte. Auch deshalb fiel am Freitag oft ihr Name, wenn die Frage, nach Favoriten aufkam. „Das wird eine ganz andere Schwierigkeit“, sagte Auffarth dazu und fügte an: „Ich freue mich aber darauf.“