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Handball-Landesliga Männer HSG Grüppenbühren/Bookholzberg beweist Nervenstärke

Von Heinz Quahs | 11.03.2019, 21:59 Uhr

Rastede/Landkreis Oldenburg. Für die HSG Grüppenbühren hätte es ein bitterer Spieltag in der Handball-Landesliga werden können. Mit einer hervorragenden Kämpfermoral holte sie wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Und das denkbar knapp. Sechs Minuten vor dem Abpfiff lagen die Gäste noch mit 32:35 zurück. Mit einer Energieleistung holten sie Tor um Tor auf und Kevin Pintscher sorgte zwei Minuten vor dem Ende mit seinem vierten Treffer für den Ausgleich. Nach einer Auszeit 25 Sekunden vor Schluss hätte Rastede eigentlich nur den Ball in den eigenen Reihen halten müssen, um wenigstens einen Punkt zu retten. Doch fünf Sekunden vor dem Abpfiff schlossen sie ihren Angriff zu überhastet ab. HSG-Keeper Jan-Bernd Döhle leitete nach seiner Parade mit einem weiten Abwurf den Gegenstoß ein. Carsten Jüchter wuchtete den Ball zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff unter dem Jubel seiner Mitspieler in den gegnerischen Kasten.

HSG kämpft sich immer wieder zurück

Die turbulente Schlussphase stand symbolisch für das komplette Spiel. Beide Mannschaften agierten zu hektisch und blieben in den ersten zehn Minuten auf Augenhöhe. Doch in der Folge kamen die Gäste mit einigen strittigen Entscheidungen der Unparteiischen nicht zurecht. Das nutzte Rastede aus und setzte sich auf 13:10 (20.) ab. Auch eine Auszeit von Müller zeigte nicht die gewünschte Wirkung. Weitere Fehler im Spielaufbau der Landkreisler nutzten die Gastgeber zu weiteren Toren und setzten sich so bis kurz vor der Pause schon auf 20:15 ab. Carsten Jüchter und Kevin Pintscher verkürzten den Rückstand Sekunden vor der Halbzeit auf drei Tore.

Auch nach dem Seitenwechsel kam die HSG nicht richtig in Schwung. Die Hausherren setzten sich durch viele Ballgewinne auf 28:22 (41.) ab. Mit kämpferischem Einsatz holte die HSG aber auf. Besonders Marcel Biedermann, der mit elf Treffern der beste Schütze war, brachte die Gäste auf die Siegerstraße. Innerhalb von nur fünf Minuten hatten die Landkreisler den Rückstand aufgeholt.

Wichtige Zähler gegen den Abstieg

Doch die Ammerländer fingen sich wieder und setzten sich noch einmal ab, bis auf 35:32 (54.). Die HSG bewies ein weiteres Mal ihre Moral und warf vier Tore in letzten sechs Minuten. Trainer Andreas Müller: „Wir haben bis zum Schlusspfiff nie aufgesteckt und sind so am Ende mit zwei wichtigen Punkten belohnt worden.“

Das unterstreicht auch der Blick auf die Tabelle. Der punktgleiche TuRa Marienhafe, der den Abstiegs-Relegations-Platz belegt, war am Wochenende ebenfalls erfolgreich gewesen. Die HSG hat also zwei wichtige Punkte gegen den Abstieg geholt.