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Fußball-Oberliga SV Atlas Delmenhorst verliert letztes Punktspiel der Saison 2018/19

Von Lars Pingel | 18.05.2019, 22:55 Uhr

Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst haben ihr letztes Punktspiel der Saison 2018/19 verloren. Am Samstag mussten sie sich im Stadion an der Düsternortstraße dem Heeslinger SC mit 0:1 (0:1) geschlagen geben.

Die Fußballer des SV Atlas Delmenhorst haben ihr letztes Oberliga-Spiel der Saison 2018/19 verloren. Sie unterlagen am Samstag dem Heeslinger SC im Stadion an der Düsternortstraße mit 0:1 (0:1). Marco Sobolewski erzielte den Treffer (28. Minute), der eine auf schwachem Niveau stehende Partie zweier Teams entschied, die den Verbleib in der fünfthöchsten Spielklasse schon vor dem Anpfiff sicher hatten. Atlas belegt in der Abschlusstabelle den zehnten Rang, Heeslingen den achten. Der Höhepunkt der Spielzeit liegt allerdings noch vor den Delmenhorstern: Am 25. Mai treffen sie im Eilenriedestadion in Hannover im Finale des Pokalwettbewerbs der Amateure im Niedersächsischen Fußball-Verband auf den TuS Bersenbrück.

SV Atlas schont angeschlagene Spieler

In der SVA-Startelf standen drei Spieler, die in den vergangenen Wochen oder gar Monaten Verletzungspausen einlegen mussten. Dennis Mooy verteidigte links in der Viererkette, Stefan Bruns agierte im defensiven Mittelfeld und Tom Schmidt auf der rechten Seite in der Offensive des 4-3-3-Systems, das Atlas-Trainer Daniel von Seggern und Co-Trainer Marco Büsing ihrer Mannschaft verordnet hatten. In dem überzeugte der SVA spielerisch nicht, anders als noch trotz des 0:1 beim 1. FC Wunstorf am vorangegangenen Freitag. "Ein paar Spieler waren angeschlagen, andere krank. Das merkst du dann schon", erklärte von Seggern. Diese Aktiven wurden am Samstag mit Blick auf das Landespokalfinale geschont. "Wir wollten kein Risiko eingehen", erklärte er. Gefallen hatte ihm die Leistung seines Teams dennoch nicht:

„"Wir haben mit Abstand schlechter Fußball gespielt als in Wunstorf."“

Der Gast aus Heeslingen war vor etwa 300 Zuschauern vom Anpfiff an das aktivere Team, er hatte auch die erste Torchance. Malik Guey schoss aus neun Metern am Atlas-Tor vorbei, nachdem Sobolewski, auffälligster Spieler der Partie, eine Flanke, die Oliver Gerken von der rechten Seite schlug, per Kopf verlängert hatte (8.). Über rechts trug der HSC die meisten seiner gefährlichen Angriffe vor. Allerdings gelang ihm und dem SV Atlas anschließend eine ganze Zeit lang nichts Konstruktives mehr.

Mehr Informationen:

SV Atlas Delmenhorst: Urbainski; Mooy, Siech (46. Müller-Rautenberg), Plendiskis, Radke, Mutlu, Bruns, Köster, Degen, Karli (39. Morikami), Schmidt (72.).Heeslinger SC: Müller; G. Balzer, R. Balzer, Wix, Gerken, Gueye, Muharemi, Warnke, Mazreku (90.+ 1 Sautner), Rehling (75. Stüve), Sobolewski (84. Kühn).Tor: 0:1 Sobolewski (28.)Schiedsrichter: Marius Schlüwe (Laatzen).Zuschauer: etwa 300.

Marco Sobolewski lässt Atlas-Torwart Florian Urbainski keine Chance

Bis zur 26. Minute, dann setzte sich Musa Karli, am Samstag zentraler Spieler der Atlas-Offensive, an der rechten Seite im Strafraum gegen mehrere Heeslinger durch. Thomas Mutlu und Schmidt versuchten gleichzeitig, an Karlis Querpass zu kommen. Keiner der beiden traf den Ball richtig, sodass er an die Brust von HSC-Torwart Björn Müller flog. Keine 120 Sekunden später war Heeslingen erfolgreich. Kevin Rehling spielte einen klugen Pass auf rechts, Sobolewski lief noch ein paar Schritte und ließ SVA-Torwart Florian Urbainski dann mit einem Flachschuss in die lange Ecke keine Chance (28.). Später traf der Heeslinger mit einem Kopfball das Lattenkreuz (37.).

Zwei Delmenhorster scheiden verletzt aus

Kurz vor der Pause hätte Mutlu ausgleichen können. Alle Heeslinger verpassten einen Einwurf von links, Mutlu bekam acht Meter vor dem Tor aber nicht genug Druck in seinen Kopfball. Müller parierte (45.). Schon sechs Minuten zuvor hatte Karli das Feld verlassen müssen: Er war im Rasen hängengeblieben und hatte sich dabei am Knöchel verletzt. Atlas-Innenverteidiger Marlo Siech kam nach der Pause nicht auf den Platz zurück, weil er Schmerzen im Oberschenkel verspürte. Für Karli war Keisuke Morikami eingewechselt worden, Schmidt rückte ins Angriffszentrum. Für Siech kam Mittelfeldspieler Steven Müller-Rautenberg, Bruns ging in die Viererkette.

Heeslingen kontrollierte die Partie nach Wiederanpfiff weitgehend. Atlas-Torwart Urbainki verhinderte mit guten Reaktionen gegen Gerken (50., 74.) und Sobolewski (65.), dass es sie endgültig entschied, beziehungsweise sie höher gewann.

Thore Sikken köpft Ball auf die Latte des Heeslinger Tors

Ein wenig mehr Schwung kam zumindest zeitweise ins Atlas-Spiel, nachdem der lange verletzte Stürmer Thore Sikken eingewechselt worden war (72.). Zunächst scheiterte Patrick Degen nach schönem Doppelpass mit Nick Köster an HSC-Keeper Müller (74.), dann köpfte Sikken den Ball nach einer Mutlu-Flanke auf die Latte (76.). Mehr wirklich gefährliche Aktionen gelangen den Delmenhorstern aber nicht. "Den Willen kann man den Jungs nicht absprechen", erklärte von Seggern, "aber das wirkte alles ein bisschen müde. Nicht immer wurde der letzte Meter gemacht."