Ein Angebot der NOZ

Fußball-Kreisliga Atlas Delmenhorst II holt spätes Unentschieden

Von Andreas Bahlmann | 11.04.2019, 19:16 Uhr

Ein Eigentor mit der Hacke von Ahlhorns Mirsad Stublla in der Nachspielzeit sicherte dem SV Atlas Delmenhorst II noch ein verdientes Unentschieden. Damit verpasst der Ahlorner SV den Sprung auf Platz zwei in der Tabelle.

SV Atlas Delmenhorst II - Ahlhorner SV 1:1

Auf dem Flutlichtfeld auf der Sportanlage des Delmenhorster BV an der Schanzenstraße wurden die Atlas-Anhanger unter den knapp hundert Zuschauern vor eine harte Geduldsprobe gestellt, denn erst in der Nachspielzeit rettete das Heimteam einen Punkt – mit gegnerischer Hilfe. „Wir haben besonders vor der Pause einfach nicht konsequent genug gespielt und dann halt den Rückstand kassiert. Ahlhorn hat das gut gemacht,“ kommentierte Atlas II-Coach Daniel von Seggern den Spielverlauf der ersten Halbzeit. Das Heimteam hatte mehr Ballbesitz und wusste spielerisch zu gefallen, es fehlte aber die letzte offensive Durchschlagskraft, um die Gästeabwehr zu knacken.

Atlas läuft Rückstand hinterher

Die Ahlhorner agierten aggressiv aus einer dichtgestaffelten Defensive heraus und suchten nach Balleroberungen mit schnellen, durch lange Bälle eingeleitete Konter den Torerfolg. Nach einem am eigenen Strafraum eingeleiteten und von den Delmenhorstern nur halbherzig attackierten Angriff erzielte Bassal Ibrahim kurz vor der Pause das 1:0 (43.) für die Gästemannschaft. In der Folgezeit liefen die Atlas-Kicker dem Rückstand hinterher und hatten schwer am nun massiven Bollwerk der Gäste zu knabbern. Die Ahlhorner zogen sich in der zweiten Halbzeit sehr tief in die eigene Hälfte zurück. Das Spielgeschehen fand fortan praktisch nur noch in der Hälfte der Gästemannschaft statt. Die Atlas-Reserve setzte den äußerst unbequem spielenden Gegner mit einer Angriffswelle nach der anderen unter Druck.

Wenig Entlastung für Ahlhorn

Die Heimmannschaft erarbeitete sich zahlreiche gute Tormöglichkeiten, allerdings ohne die letzte zwingende Konsequenz. „Da kommst du kaum durch. Was soll man da denn auch machen, wenn die da mit zehn Mann hinten drin stehen?“, zuckte von Seggern zwischendurch mit den Schultern und ermahnte seine Mannschaft wiederholt zu geduldiger und besonnener Spielweise. Die Ahlhorner ließen nur wenig zu, konnten aber ihrerseits nur für wenige Entlastungsangriffe sorgen. Sie blieben aber in diesen seltenen Momenten stets gefährlich, weil sie in Strafraumnähe sofort und bissig den Torabschluss suchten. Atlas II-Keeper Philipp Pollmann konnte sich keine Unkonzentriertheiten leisten und bot einen sicheren Rückhalt für seine unermüdlich angreifenden Vorderleute. Auf der Gegenseite schien das Ahlhorner Tor wie vernagelt und auch Gästekeeper Alexander Lohrey entschärfte mit mehreren starken Paraden einige Hochkaräter von Mjeshtri, Ukaj und Meyer.

Eigentor in der Nachspielzeit

In der Schlussphase warfen die Delmenhorster noch einmal alles nach vorne und schlugen immer wieder lange Bälle in den gegnerischen Strafraum. In der dritten Minute der Nachspielzeit sprang Ahlhorns Kapitän Mirsad Stublla unbedrängt in einen langen, hohen Pass aus dem Mittelfeld von Philip Stephan und lenkte den Ball aus zehn Metern mit der Hacke am verdutzten Tormann vorbei zum 1:1 ins eigene Tor. Kurz darauf wurde die Partie abgepfiffen. Daniel von Seggern nahm es wie es war: „So etwas gehört eben zum Fußball dazu. Wegen der zweiten Halbzeit ist das aber auch mehr als verdient gewesen.“ Ahlhorns Trainer Servet Zeyrek konnte es dagegen nicht fassen: „Ganz ganz bitter, und dann auch noch durch so ein Ding...“