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Handball-Oberliga Frauen Sieg im Nachholspiel muss Hude/Falkenburg als Vorbereitung reichen

Von Richard Schmid | 26.04.2019, 19:25 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben ihr Nachholspiel gegen die SG Findorff mit 24:21 gewonnen. An diesem Sonntag treten sie beim Wilhelmshavener SSV an.

Die nach wie vor stark ersatzgeschwächten Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben am Donnerstag ein von zahlreiche Unzulänglichkeiten geprägtes Oberligaspiel mit 24:21 (14:13) gegen die SG Findorff gewonnen. „Unser kleiner Kader mit gerade mal acht Feldspielerinnen hat aufopferungsvoll gekämpft und alles in allem einen verdienten Sieg eingefahren“, sagte Birgit Deeben, die gemeinsam mit Dean Schmidt das Team der HSG trainiert.

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HSG Hude/Falkenburg: Westermann, Woltjen; Zetzmann 10/2, Blankemeyer 1, Deeben 2, S. Seidel 3, Butler 4, L. Seidel, von Freeden 2, Hillmer 2.SG Findorff: Riecken, Kelm, Wannmacher 1, Rump 1, Woltemade 7/2, Wiegandt 3/1, Kühne, Bruns 1, Burmeister 1, Preuß, Radziej 2, Hedtke 3, Wessels 2.Schiedsrichter: D. Muth, M. Muth (Goldenstedt).Zuschauer: etwa 30.Zeitstrafen: HSG 0 – SG 0.Siebenmeter: HSG 3/2 – SG 4/3.Spielfilm: 2:4 (7.), 7:5 (14.), 13:10 (23.), 14:13 – 17:14 (34.), 20:16 (49.), 24:21.

Trotz einer unterm Strich reiferen Spielanlage tat sich das Team von Hude/Falkenburg außerordentlich schwer, dem Nachholspiel seinen Stempel aufzudrücken. Immer wieder schlichen sich sowohl im Spielaufbau als auch im Abschluss vermeidbare Fehler ein. Zum Glück für die HSG-Sieben gelang es den Bremerinnen nicht, daraus Kapital zu schlagen. Dazu war auch die Fehlerquote bei den Gästen zu hoch. Zwar gelang Findorff nach einem Drei-Tore-Rückstand in der 23. Minute (10:13) bis zur 26. Spielminute noch der Ausgleich zum 13:13, doch zu mehr reichte es nicht. Mit einem Spielstand von 14:13 für die Gastgeberinnen ging es in die Pause.

Taktische Maßnahme zahlt sich aus

Mit einer für die Gäste überraschenden Variante wartete Hude/Falkenburg in der zweiten Spielhälfte auf. Frauke von Freeden nahm die Spielmacherin der Gäste, Medita Woltemade, in Manndeckung. Eine Maßnahme, die sich auszahlte. „Wir haben es dadurch geschafft, Findorff aus dem Rhythmus zu bringen“, meinte Deeben, die sich zudem über die herausragende Leistung von Torfrau Katharina Woltjen in der zweiten Halbzeit freute. Überhaupt die Torfrauen: Sowohl Woltjen bei Hude als auch Magdalena Riecken bei Findorff hielten mit zahlreichen Paraden, was zu halten war. „In der ersten Halbzeit war ich noch nicht richtig im Spiel, aber in der zweiten Hälfte lief es richtig gut“, freute sich Woltjen, die mit ihrer Leistung viel zum Erfolg ihres Teams beitrug.

Hude/Falkenburg hätte höher gewinnen können

Die guten Torwartleistungen dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass beide Teams ihre Fehlerquote in der zweiten Halbzeit so gut wie nicht minimieren konnten. Vor allem Hude erspielte sich zahlreiche gute Chancen, die entweder von Torfrau Rieken zunichtegemacht oder buchstäblich verdaddelt wurden. Ein möglicher deutlich höherer Sieg wurde dadurch verschenkt. „Bei unserem kleinen Kader zehrt das an den Kräften, da ist dann irgendwann auch die Konzentration weg. Gleichwohl wir haben das Beste daraus gemacht“, erklärte Deeben.

Gastgeberinnen der HSG schweben in Abstiegsgefahr

Bereits an diesem Sonntag geht es für den Tabellenachten im vorletzten Spiel der Saison zum extrem abstiegsgefährdeten Wilhelmshavener SSV (15 Uhr, Halle Hauptschule Nogatstraße in Wilhelmshaven). „Wir fahren da relativ unvorbereitet hin, da wir vor dem Wochenende keine weitere Trainingseinheit einbauen können“, sagte Deeben, die für das Auswärtsspiel darauf bauen kann, dass Katharina Stuffel das ersatzgeschwächte Team der HSG verstärken wird.

Ein Spaziergang wird die Partie beim Zehnten der Oberligatabelle, der bisher lediglich zehn Punkte holte, für die HSG allerdings nicht. Für die Jadestädterinnen geht es in ihrem letzten Heimspiel darum, zwei Punkte gegen den drohenden Abstieg einzufahren. Hude/Falkenburg hatte sich gegen einen nie aufsteckenden Gegner im Hinspiel lange schwergetan. Die Gastgeberinnen gewannen zwar, brachten den 37:33-Heimsieg aber erst unter der Schlussphase unter Dach und Fach.