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Tischtennis-Bezirksliga TSV Ganderkesee zurück im Fahrstuhl

Von Andreas Giehl Daniel Niebuhr | 23.05.2019, 18:00 Uhr

Als Tischtennisspieler des TSV Ganderkesee hat man sich an das Leben in Extremen mittlerweile vermutlich gewöhnt.

2016 stiegen die Herren nach nur vier Punkten aus 16 Spielen sang- und klanglos aus der Bezirksliga ab, danach verloren sie in der Bezirksklasse über zwei Jahre lang nur eine von 38 Partien und stiegen wieder auf – um in der abgelaufenen Saison wieder in den Fahrstuhl nach unten zu steigen. Die Ganderkeseer schafften auch im zweiten Anlauf nicht den Klassenerhalt in der Bezirksliga, auch wenn sie sich dieses Mal wesentlich besser schlugen. „Als Mannschaft waren wir spielerisch weiter“, befand Gianluca Becker, der beim TSV als Nummer zwei spielte. Dass sein Team mit 9:27 Punkten Vorletzter wurde, ärgert ihn aber umso mehr: „Der Abstieg ist für uns total enttäuschend. Wir hätten es packen können.“

An ihm lag es nicht unbedingt, Becker holte mit 14 Einzelsiegen die meisten Zähler für sein Team. An der Seite von Thorben Neunaber bildete er zudem mit 9:2-Siegen eines der besten Doppel der Liga. „In den Spielen, in denen wir komplett waren, haben wir gut mitgehalten. Doch die vielen Ausfälle haben uns die Chance auf den Relegationsplatz verbaut“, meinte Becker. Tatsächlich musste die Mannschaft öfter improvisieren als die Konkurrenz. 14 Spieler traten im Saisonverlauf für Ganderkesee an, kein Bezirksligist hat mehr Spieler eingesetzt. Zum Stamm gehörten neben dem Spitzenpaarkreuz Neunaber und Becker, Tim Trümpener, Kevin Tiet, Karsten Nachtigall und Paul Urbanski. Dazu rechnen muss man noch Jürgen Bruns, der als ständiger Ersatzmann aus der Reserve nahezu immer an der Platte stand. Tim Trümpener war als einziger in allen 18 Spielen dabei.