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Handball-Oberliga HSG Hude/Falkenburg zerlegt Tabellenführer VfL Stade

Von Richard Schmid | 04.10.2019, 08:43 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg stürzen Spitzenreiter VfL Stade überraschend deutlich.

Mit einer gewaltigen Packung haben die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg am Donnerstag den bis dahin unbesiegten Spitzenreiter VfL Stade nach Hause geschickt. Die HSG zeigte eine starke Vorstellung und gewann 38:22 (17:12). Mit diesem in jeder Hinsicht verdienten Kantersieg fegten die Schützlinge um das Trainergespann Lars Osterloh und Birgit Deeben die Gäste buchstäblich aus der Halle. „Wir haben mit einer bombenstarken Abwehr gespielt, das war der Schlüssel zu diesem Erfolg. Auch im Angriff haben wir durch konzentrierte Abschlüsse Stade sofort unter Druck setzen können“, sagte Osterloh, der allen seinen Spielerinnen ein Riesenkompliment machte.

Torhüterin Woltjen entnervt die Gäste

In der Tat brannte die HSG-Sieben vor gut 90 begeisterten Zuschauern ein Handballfeuerwerk ab, dem der VfL Stade nicht gewachsen war. Lediglich in der Anfangsphase des Spiels gelang es den Gästen – nachdem Hude/Falkenburg nach sieben Minuten bereits mit 4:1 in Führung lag –, bis zur 11. Minute das Spiel ausgeglichen zu gestalten und zum 5:5 gleichzuziehen. Doch danach war es um die Stader Herrlichkeit geschehen. Tor um Tor zog Hude/Falkenburg auf und davon. 17:8 stand es schon nach gut 24 Minuten, nahezu alle Angriffsbemühungen der Gäste blieben in der kompakten und variablen 6:0-Deckung der Gastgeberinnen hängen. Zudem zeigte Torfrau Katharina Woltjen einmal mehr eine überragende Leistung. Gut und gerne jeder zweite Ball, der auf ihr Tor geworfen wurde, wurde ihre Beute. Doch ausgerechnet nach einer Huder Auszeit fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit riss ein wenig der Faden. Bis zum Halbzeitpfiff gelang Hude/Falkenburg kein Treffer mehr und Stade konnte den Rückstand auf fünf Tore zum 12:17 verringern. Sollte es doch nochmal eng werden?

Weit gefehlt. In der zweiten Hälfte spielte nur noch ein Team: die HSG Hude/Falkenburg. Bis zur 43. Minute zogen die Gastgeberinnen auf 25:13 davon. 13 Minuten lang gelang den Gästen nur ein Treffer. Damit war bereits früh die Entscheidung endgültig zugunsten der Osterloh-Schützlinge gefallen.

In der Schlussviertelstunde machte sich bei den Gästen mehr und mehr Resignation breit. Am Ende war man beim Tabellenführer nur noch bemüht, das Debakel nicht noch größer werden zu lassen, was jedoch nur teilweise gelang. Schließlich behielt Hude/Falkenburg dank einer über die gesamte zweite Halbzeit dauernden souveränen und äußerst konzentrierten Mannschaftsleistung mit einem eindrucksvollen Vorsprung von 16 Toren die Oberhand. „Ich muss meinen Mädels ein Riesenkompliment machen“, so der HSG-Coach. „Ich weiß gar nicht welche Spielerin ich heute hier besonders hervorheben kann, sie haben alle eine Riesenleistung gezeigt.“