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0:2 gegen TuS Bersenbrück VfL Wildeshausen fehlt die Körpersprache

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 08.05.2016, 21:11 Uhr

Sechste Niederlage in Folge: Der VfL Wildeshausen hat sein Heimspiel gegen den TuS Bersenbrück mit 0:2 (0:1) verloren.

Das Hinspiel vor ein zehn Tagen verloren sie mit 0:5, der letzte eigene Treffer lag bereits 338 Minuten zurück, die Formkurve sprach ohnehin gegen den VfL Wildeshausen: Die Flinte vor dem Heimspiel gegen den Tabellenführer TuS Bersenbrück ins Korn werfen? Nein, das kam Marco Elia als Trainer des Fußball-Bezirksligisten trotzdem nicht in den Sinn. „Wir hatten uns schon Möglichkeiten ausgerechnet, mit einer disziplinierten Leistung und kompakten Abwehr gegen Bersenbrück zumindest einen Punkt mitzunehmen“, sagte Elia.

Lage im Abstiegskampf verschärft sich

40 Minuten lang klappte dieses Vorhaben sehr gut, nach zwei krassen individuellen Abwehrfehlern standen die Krandel-Kicker aber wieder einmal mit leeren Haänden da: Wildeshausen verlor das ungleiche Aufsteiger-Duell mit 0:2 (0:1), was die Situation im Abstiegskampf nach sechs Niederlagen in Serie und nun 428 Minuten mit 35 ohne Torerfolg mit weiterhin 35 Punkten erneut verschärfte. Vor dem Auswärtsspiel am Freitag (19 Uhr) beim TV Dinklage, der als 13. mit 33 Punkten auf dem ersten Abstiegsrang, liegt, sagt Elia: „Das ist ein Endspiel für uns.“

VfL Wildeshausen setzt auf Fünfer-Abwehrkette

Um die Offensivwucht der gefährlichen Gäste auszubremsen, setzte Wildeshausen auf eine Fünfer-Abwehrkette mit (von rechts) Kai Meyer, Niklas Heinrich, Lennart Flege, Jan Gusfeld-Ordemann und Lukas Schneider. Diese Maßnahme fruchtete sehr gut. Bersenbrück hatte in den ersten 35 Minuten keine einzige Torchance. „Wir haben taktisch genau das umgesetzt, was wir spielen wollten. Wir haben gar nichts zugelassen“, meinte Elia. Zugleich hätte Wittekind durchaus in Führung gehen können: Einen 20-Meter-Schuss von Janek Jacobs faustete Bersenbrücks Keeper Arne Torline gerade noch so über die Latte (35.).

Marco Elia schimpft über Gegentore

Kurz vor der Pause lag Wildeshausen dann aber doch mit 0:1 in Rückstand. Bei einem langen Ball gingen zwar zwei VfL-Abwehrspieler zum Kopfball, dennoch gewann Mark Flottmensch das Duell, weshalb Dato Romanovi den Ball nur noch ins Tor einschieben musste – 0:1 (41.). „Das war ein total unverständliches Gegentor. Alle gucken zum Ball, aber keiner deckt den Raum“, schimpfte Elia. „Der Gegentreffer hat unserer Ausgangsposition natürlich total über den Haufen geworfen.“

Schwächen im Zweikampfverhalten

Nach der Pause kam Wildeshausen mit mehr Offensivschwung aus der Kabine. Nach einem Lattentreffer der Gäste (59.) vergab erneut Jacobs eine gute Schusschance (61.). Just in dem Moment, als Elia in der Defensive auf eine Viererkette umstellte, gab es für die Gastgeber den Knock-out: Andrej Homer tankte sich auf links durch und flankte auf Max Tolischuss, der clever zum 2:0 einköpfte (70.). Allerdings wäre auch dieser Treffer vermeidbar gewesen, fand Elia: „Lukas Schneider sieht da mit seinem Stellungsspiel sehr schlecht aus.“ Es war ein Gegentreffer mit Symbolkraft, wie der Trainer festhielt: „Uns fehlt in den Zweikämpfen derzeit total die Körpersprache“