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1. Fußball-Kreisklasse 4:1 bei Stenum II: SF Wüsting siegen mit Wut im Bauch

Von Manfred Nolte | 05.10.2015, 14:37 Uhr

In der 1. Fußball-Kreisklasse hat sich Tabellenführer TSV Ippener mit einem 5:0 über den Harpstedter TB II etwas abgesetzt, da sich der SV Atlas II gegen den TuS Hasbergen mit einem 2:2 begnügen musste und vom DTB überflügelt wurde.

Mit den SF Wüsting, dem TuS Vielstedt, dem FC Huntlosen, dem VfL Stenum II und dem TV Falkenburg dürfen sich neben dem Spitzentrio etliche weitere Teams Aufstiegshoffnungen in der 1. Fußball-Kreisklasse machen. GW Kleinenkneten ist zur Partie beim FC Huntlosen nicht angetreten. Bei einem weiteren Nichtantreten in dieser Halbserie werden die Grün-Weißen vom Spielbetrieb ausgeschlossen.

Atlas II - Hasbergen 1:1 (1:0). Atlas-Trainer Holger Timme nahm kein Blatt vor den Mund. „Das war unsere schlechteste Saisonleistung. Hasbergen hat sich den Punkt redlich verdient“, wetterte der Coach, der allerdings erneut eine lange Verletztenliste zu beklagen hatte und auch keine Anleihen bei der Bezirksligaelf nehmen konnte. Marc Pawlettea hatte mit einem verwandelten Elfmeter für die Pausenführung der Gastgeber gesorgt. Dominik Lersch gelang nach 69 Minuten der Ausgleich. „Viele meiner Spieler haben immer noch nicht begriffen, dass es in dieser Staffel nicht allein mit Schönspielerei getan ist. Wir müssen auch einmal zulangen und aggressiv in die Zweikämpfe gehen“, fordert Timme seine Mannschaft zu mehr körperlichem Einsatz auf.

Stenum II - Wüsting 1:4 (1:3). Die Sportfreunde waren mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch nach Stenum gekommen. Tags zuvor hatten sie die Hochzeit ihres Mannschaftskameraden Andre Piper gefeiert. Einer Bitte um Spielverlegung hatten die Gastgeber nicht entsprochen. „Wir haben die richtige Antwort auf dem Platz gegeben“, freute sich Wüstings Coach Florian Neumann. Sein Team war durch Eike-Christian Schulz in Front gegangen, doch Björn Eggeling glich aus. Tammo Luitjens und Hendrik Paradies stellten die Weichen schon vor der Pause auf Sieg. Jonas Eiting machte nach gut einer Stunde alles klar. „Wir sind jetzt wieder einem Aufstiegsplatz nahe“, sagte Coach Neumann nach diesem wichtigen Sieg.

Ippener - Harpstedt II 5:0 (2:0). Es war eine klare Angelegenheit für den Tabellenführer, das musste auch HTB-Coach Mark Wulferding zugeben. „Wir waren chancenlos und haben auch in dieser Höhe verdient verloren“, redete der Übungsleiter nicht um den heißen Brei herum. Allerdings seien seine Spieler ständig proviziert worden und so fingen sich Maik Wulferding und Jan Bosse Matchstrafen ein. Ippeners Ümit Yildiz kassierte nach einer Stunde wegen Foulspiels Rot. Valmir Muslijac (2), Alexander Rautenhaus und Andreas Lorer trafen für Ippener. Dazu kam ein Eigentor von HTB-Torwart Till-Hermann Hjortskov.

DTB - Colnrade 3:2 (2:0). Die Gastgeber beherrschten den ersten Durchgang beinahe nach Belieben und führten nach gut einer Viertelstunde durch Treffer von Marco Brockmann und Martin Hruzik mit 2:0. Eine Fülle weiterer Chancen blieb ungenutzt und so gelang Jörg Schlieh-Diecks mit einem Doppelschlag (49./53.) der überraschende Ausgleich. Die Turnerbündler fingen sich aber wieder und durften in der 77. Minute den Siegtreffer von Christian Stark bejubeln, der danach noch einen Elfmeter vergab. „Wir mussten zahlreichen Ersatz stellen, haben aber verdient gewonnen. Wir freuen uns jetzt auf das Spitzenspiel gegen den TSV Ippener. Dann werden am Freitag Jens Stohwasser, Hendrik Hemken und Matthias Blümel, die gegen Colnrade schmerzlich vermisst wurden, wieder dabei sein“, erklärte DTB-Coach Andre Tiedemann.

Baris II - Falkenburg 2:6 (2:3). Die Hausheren trafen durch Fitim Mujaj bereits nach 60 Sekunden und gingen später durch einen von Spejtim Mujaj verwandelten Strafstoß noch einmal in Front. Dann übernahmen die Falken das Kommando und landeten einen Kantersieg. Dominique Streif und Thorsten Niehaus verbuchten je drei Treffer. Baris-Kicker Dennis Kuhn kassierte eine Matchstrafe (85.). Falkenburg hält Anschluss zur Spitzengruppe, während Baris II nur zwei Zähler vor einem Abstiegsrang liegt. Die Mannschaft sollte aber das Zeug haben, die Kellerkinder Littel und Kleinenkneten hinter sich zu lassen.