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1. Fußball-Kreisklasse Acht Tore beim Huder Derby – und trotzdem kein Leckerbissen

Von Andreas Bahlmann | 22.10.2018, 19:11 Uhr

In der 1. Fußball-Kreisklasse ist der KSV Hicretspor Delmenhorst mit dem vierten Sieg in Folge auf Rang zwei vorgerückt.

Borussia Delmenhorst - Wildeshausen II 1:8. Tabellenführer VfL Wildeshausen II ließ dem Aufsteiger keine Chance. „Der Gegner hat sich sehr bemüht. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch drumherum, das muss man wirklich anerkennen. Aber es war auch ein deutlicher Unterschied im Spielniveau festzustellen“, sagte VfL-Trainer Andree Höttges nach dem Sieg, der durchaus noch höher hätte ausfallen können. Bei Wildeshausen glänzte Jannis Oberbörsch mit vier Toren, (45./45.+2/55./86.). Außerdem trafen Nico Kumdiek (13./15.), Robin Landgraf (52.) und Lorenz-Anton Stöver (78.). Für Borussia schoss Kevin Scholz den Ehrentreffer (63.).

KSV Hicretspor - TuS Heidkrug II 2:1. Hicretspor feierte einen glücklichen Sieg. In der zweiten Minute der Nachspielzeit drückte Kadir Aruk den Ball nach einer präzisen Freistoßflanke von Murat Tan zum glücklichen 2:1 über die Torlinie. Hicret-Trainer Timur Cakmak atmete nach dem Last-Minute-Sieg erst tief durch und kritisierte dann: „Wir hatten leistungsmäßig zu viele Ausfälle und haben zu viel gemeckert. Das hat mir nicht gefallen.“ Heidkrugs Trainer Andreas Heldner ärgerte sich über die Niederlage. „Wir waren am Drücker, aber wir haben uns in der Box einfach ein bisschen blöd angestellt und unsere Chancen nicht genutzt.“ Hicrets Führung in Hälfte eins durch Ümit Yildiz (33.) glich Heidkrugs Marius Hamann mit einem spektakulären Seitfallzieher aus (78.). Als Ümit Yildiz in der 86. Minute für die Kombination „Foulspiel plus Meckern“ die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, ging noch einmal ein Ruck durch das Team der Platzherren.

Vielstedt - Hude III 5:3. Die Zuschauer sahen acht Tore, doch wirklich prickelnd war das Gemeinderderby vor allem in der torlosen ersten Hälfte nicht. „Die erste Halbzeit war Not gegen Elend“, fand Vielstedts Trainer Hans Borchers. „Nach der Pause lief es für uns dann etwas besser. Mich ärgern die drei dummen Gegentore.“ Die fünf Vielstedter Tore teilten zwei Spieler: Lukas Haar (50./74./78.) und Christoph Haverkamp (60., Elfmeter nach Foul an ihm selbst/81.). Für Hude III markierten Dennis Schlarmann (53.), Armin Otte (72.) und Maik Zywina (86.) die Treffer.

FC Hude II - Delmenhorster BV 4:0. „Ich sehne die Winterpause herbei“, kommentierte DBV-Coach Lorne Weisner die klare Zu-Null-Niederlage und beschrieb die großen Personalprobleme beim Delmenhorster BV: „Wenn nur ein halbes Dutzend gesunder Spieler auf dem Feld stehen und ich statt eines richtigen Torwarts mit Lucas Willmer einen Feldspieler ins Tor stellen muss, dann kann ich mit dieser Niederlage sogar gut leben.“ Die Gäste waren in der ersten Halbzeit an offensiver Harmlosigkeit eigentlich kaum noch zu überbieten. Sie beschränkten sich nahezu ausschließlich aufs Verteidigen und die spielbestimmenden Huder legten sich den Gegner fast nach Belieben zurecht. Christian Nordbruch (19.), Sebastian Voigt (31.), Dominic Brumund (33.) und Julius Schmidt (54.) erzielten die Treffer für die Platzherren. Hudes Trainer Bengin Barispek erlebte an der Seitenlinie einen ruhigen Nachmittag: „Das war ein ganz einfaches Spiel für uns. Eine klare Sache.“

Wüsting - Harpstedt II 1:4. Wüsting hatte mehr vom Spiel, doch Harpstedt II schoss die Tore. „Wir waren heute lange Zeit einfach nur brutal effektiv. Vier Schüsse, vier Tore“, jubelte HTB-Spielertrainer Christian Goritz nach dem Auswärtssieg und Treffern von Malte Rahmel (11.), Lars Tönjes (34., Eigentor), ihm selbst (38.) und Yanink Nolte (49.). Die Harpstedter verschanzten sich sehr tief in der eigenen Hälfte und warteten auf ihre Konterchancen. Wüsting fand dagegen kein Mittel, um in die gefährlichen Räume zu stoßen. Bezeichnenderweise fiel der Ehrentreffern zum 1:4 durch einen ruhenden Ball: Offensivmann Viktor Stetinger traf per Freistoß (67.). In den Schlussminuten scheiterte Oldie Goritz noch mit zwei guten Tormöglichkeiten an SFW-Torwart Daniel Fangmann.