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1. Fussball-Kreisklasse Borussia Delmenhorst verlässt Abstiegsplätze

Von Andreas Bahlmann | 08.10.2018, 17:01 Uhr

Die Fußballer von Borussia Delmenhorst habe das Tabellenende der 1. Fußball-Kreisklasse verlassen. Sie schoben sich durch einen 3:2-Heimsieg im Aufsteigerduell über den Delmenhorster BV auf den Nichtabstiegsplatz 13 vor.

Die Spitzenteams der 1. Fußball-Kreisklasse haben sich am elften Spieltag der Saison 2018/19 keine Blöße gegeben. Tabellenführer VfL Wildeshausen II gewann beim TSV Ganderkesee II, Verfolger VfL Stenum II war gegen den FC Hude III erfolgreich. An diesem Dienstag, 19.30 Uhr, empfängt der TuS Vielstedt den TV Munderloh II.

Borussia Delmenhorst - Delmenhorster BV 3:2. Die Gastgeber haben ihren zweiten Saisonsieg gefeiert. Mit sechs Punkten schoben sie sich in der Tabelle an Hude III (5) und Ganderkesee II (4) vorbei. Borussia-Trainer Stefan Giese war begeistert. „Wir haben uns endlich mal für unseren Einsatz belohnt. Das war ein schöner Tag für uns“, sagte er und lobte die Moral seiner Mannschaft, die zunächst in Rückstand geriet, das Spiel drehte und sieben Minuten vor Schluss das 2:2 kassiert hatte. Doch Fabian Franz belohnte 120 Sekunden vor dem Abpfiff den nimmermüden Einsatz der Gastgeber mit dem Siegtreffer. Der verdarb DBV-Trainer Lorne Weisner die Laune endgültig. „Gegen den Tabellenletzten hatten die Jungs doch schon vorher im Kopf gewonnen“, kritisierte er. Diese Leistungen müssten ihm seine Spieler beim Training erklären.

Maximilian Gauerke köpfte eine lange Flanke nahezu unbedrängt zum 1:0 (39.) für den DBV ein. Die Gastgeber drängten dann auf den Ausgleich. Kurz vor der Pause wurde Fabian Franz im DBV-Strafraum gefoult. Kevin Scholz glich per Strafstoß aus (45.). Die Borussia setzte nach dem Seitenwechsel nach. Patrick Lachnik gelang das 2:1 (54.). Danach wurde das Spiel offener. Thomas Tur verwertete einen langen Pass in den Rücken der Borussia-Abwehr zum 2:2 (83.). Doch die Gastgeber gaben sich mit dem Remis nicht zufrieden.

Hicretspor Delmenhorst - SV Tungeln 3:1. Die Delmenhorster gewannen das Verfolgerduell und festigten ihren dritten Tabellenplatz. Ihr Trainer Timur Cakmak war zufrieden: „Wir haben gut und souverän gespielt. Der Sieg war verdient. Tungeln hat keine echte Torchance gehabt.“ Das bestätigte Tungelns Coach Jörg Gehrmann. „Das war eine eindeutige Angelegenheit für Hicretspor und von uns eine absolut pomadige Leistung. Wir hatten kein Zweikampfverhalten und konnten keine fußballerische Lösung bieten. Es wundert mich, dass wir überhaupt ein Tor erzielt haben“, schimpfte er.

Die von Personalsorgen geplagten Gastgeber waren froh, dass ihr angeschlagener Torjäger Germain Martens über die volle Spielzeit mitwirken konnte. Er erzielte seine Saisontore neun, das in der 19. Minute das 1:0 brachte, und zehn, das die Partie endgültig entschied (89.). Dem Führungstreffer ließ Emre Hitaloglu das 2:0 folgen (23.). Hicretspor verwaltete den Vorsprung lange Zeit souverän. Nachdem Lennart Grigoleit der Anschlusstreffer zum 1:2 gelungen war (82.), legte KSV wieder eine Schippe drauf.

TSV Ganderkesee II - VfL Wildeshausen II 0:4. Die Wildeshauser bestimmten gegen die defensiv eingestellten Gastgeber eindeutig das Geschehen. Marcel Fiedler (23.), Matthias Henning (49.), Jannis Oberbörsch (53.) und Henning Nitzsche (88.) trafen. Nitzsche hatte in der 30. Minute einen Elfmeter verschossen. Oberbörsch war gefoult worden. „Das war insgesamt ein souveräner Sieg von uns“, sagte VfL-Trainer Andree Höttges. TSV-Coach Andreas Dietrich schaute derweil nach vorn: „Das war eine verdiente Niederlage, wenn auch nicht in der Höhe. Wir müssen zusehen, dass wir gegen die Mannschaften punkten, die auch unten drin stehen.“

VfL Stenum II - FC Hude III 3:1. „Das war eine schwere Geburt“, gab VfL-Trainer Uwe Hammes zu. Trotzdem lobte er seine Spieler: „Nachdem wir zwischendurch den Ausgleich fressen mussten, haben die Jungs geduldig weitergespielt und sich nicht vom Kurs abbringen lassen. Das gefällt mir. Solange wir unsere Spiele gewinnen, können uns die Mannschaften unter uns nichts anhaben.“ Die Huder hatten Beton angerührt. Die Stenumer fanden lange Zeit keine Lücken. Dann gelang Tammo Oetken in der 43. Minute das 1:0. Hude tat nach dem Seitenwechsel mehr für die Offensive. Lennart Erren glich aus (70.). Aber der VfL ließ sich nicht beirren. Marten Kämena stellte nur zwei Minuten später die Führung wieder her. Björn Eggelings sorgte mit dem 3:1 für die Entscheidung (85.).

SF Wüsting - FC Hude II 2:4. Die Gäste gingen nach einer schönen Kombination durch Oliver Giehl in Führung (10.). Anschließend kamen die SFW ebenfalls in Fahrt, bis zur Halbzeit war die Partie ausgeglichen. Viktor Stetinger erzielte das 1:1 (16.). Marvin Albrecht brachte die Gastgeber sogar in Führung (59.). Das Gegentor schockte den FC Hude II aber nicht. Tjark Eggers (62.), Christian Nordbruch (73.) und Giehl (76.) sorgten für den Auswärtssieg. „Die Hude haben verdient gewonnen. Sie waren einfach stärker und kompromissloser in der Zweikampfführung“, erklärte Wüstings Trainer Florian Neumann. FCH-Trainer Bengin Barispek war rundum zufrieden. „Das war eine Top-Mannschaftsleistung“, lobte er: „Wenn wir so weitermachen, können wir noch sehr weit kommen.“

TV Jahn II - TuS Heidkrug II 6:1. Jahn-Trainer Frank Oehlmann war verhindert, er verfolgte die Partie aber über einen Liveticker im Internet – und war begeistert von dem, was er gelesen hatte: „Das ist schon eine Hausnummer. Unglaublich. Heidkrug ist ja nun nicht gerade schwach.“ Nach nicht einmal 120 Sekunden „sah“ Oehlmann das erste Tor seines Teams durch Tim Krawczyk. Jan Kastens (42.) und Timo Kozielski (47.) sorgten dann für die Vorentscheidung. „Wir haben unsere Spielweise verstärkt auf Ballbesitz umgestellt. Das hat sehr gut geklappt. Heidkrug hatte kaum Chancen gegen uns“, erklärte Jahn-Kapitän Fabio Adamus. Der A-Jugendliche Mohammad Babadi erzielte den Ehrentreffer des TuS (66.), ehe Kevin Gieseke (73., 90.) und Krawczyk (86.) den starken Auftritt der Gastgeber abrundeten. „Der einzige Lichtblick war unser A-Jugendspieler ‚Mo‘, der in seinem ersten Herrenspiel unser Tor gemacht hat. Wir sind nie in die Partie gekommen“, sagte Heidkrugs Trainer Andreas Heldner.