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1. Fussball-Kreisklasse Hasbergen und Atlas II trennen sich im Verfolgerduell 1:1

Von Lasse Bahlmann, Andreas Bahlmann und Lennart Bonk | 24.10.2016, 20:55 Uhr

Führungswechsel in der 1. Fußall-Kreisklasse: Mit dem 4:0 gegen den SV Tungeln hat der Delmenhorster TB die Tabellenführung vom TSV Ganderkesee II (0:0 beim FC Hude II) erobert.RW Hürriyet Delmenhorst hat derweil die nächsten Big Points im Abstiegskampf gelandet. Gegen den SC Colnrade feierten die Rot-Weißen einen 3:1-Heimerfolg.

TuS Hasbergen - Atlas II 1:1. Lange Zeit war das Spitzenspiel eine zähe Angelegenheit. Offener wurde die Begegnung kurioserweise erst nach dem Platzverweis gegen Atlas-Angreifer Haris Lakic (32., Tätlichkeit), da beide Mannschaften danach offener agierten. Dennis Metzing brachte die Gäste kurz vor der Pause in Führung (44.). In der zweiten Halbzeit schwanden jedoch zusehends die Kräfte bei Atlas. Hasbergen erhöhte den Angriffsdruck und kam durch Cedric Pascual-Fernandez in der 64. Spielminute zum Ausgleich. Dank ihrer geschlossenen Mannschaftsleistung ließen die Gäste jedoch bis zum Abpfiff keinen weiteren Treffer zu. Atlas-Trainer Steven Herrmann war zufrieden: „Bis zur Tätlichkeit hatten wir große Probleme mit unserem Spiel. Mit dem Ausgleich wurde der Druck auf uns zwar größer, aber wir haben den Punkt letztlich souverän erkämpft.“ Sein Gegenüber Andreas Lersch sah eine überzeugende erste Halbzeit seiner Elf: „Mit starkre Teamarbeit haben wir Atlas immer wieder am Spielaufbau gehindert.“ Er ärgerte sich zudem über zwei vergebene Großchancen durch Sven Holthausen und Sebastian Kowalski.

Delmenhorster TB - SV Tungeln 4:0. Das Ergebnis fiel deutlicher aus, als es das Ergebnis vermuten lässt. „Meine Jungs haben eine nicht so sensationelle Leistung abgerufen“, fand DTB-Trainer Andre Tiedemann. „Vom kämpferischen Einsatz her wäre ein Punkt für den SV Tungeln durchaus verdient gewesen. Die Effektivität vor dem Tor hat dieses Spiel dann für uns entschieden.“ Während die Gäste aus Tungeln ihre mehrfach herausgearbeiteten Torchancen einfach nicht nutzten, schossen Lars Goretzki (44.), Hendrik Hemken (78., 86.) und Daniel Fastenau (90.) aus ihren wenigen Torchancen das 4:0 für den Spitzenreiter heraus.

FC Hude III - Bookholzberger TB 2:4. Hudes Traienr Dennis Bürmann ärgerte sich über das Ergebnis. „Da war mehr drin heute.“ Seine Mannschaft bewies großen Kampfgeist, als sie einen 0:2-Rückstand nach Treffern von Bassal Ibrahim (7., 35.) durch Ulf Wiechmann (38.) und Oliver Steller (57.) ausglich. In einem auf Augenhöhe geführten Derby agierten die Gäste cleverer und entschieden durch weitere Treffer von Hauke Wilkens (74.) und wiederum Ibrahim (77.) die Partie für sich.

TV Jahn Delmenhorst II - TuS Vielstedt 1:3. Der TV Jahn II begann gut, geriet aber durch einen Konter nach zehn Minuten durch Hendrik Ramke in Rückstand. Jahn zeigte jedoch weiter eine gefällige Spielanlage und erzielte durch Marcel Gäbe (28.) den 1:1-Ausgleich. In der zweiten Hälfte wirkte Jahn nicht mehr so zwingend in seinen Aktionen. Die kompakt gestaffelten und sehr konzentriert auftretenden Gäste trafen wiederum durch Hendrik Ramke (56.) und Markus Hildebrandt (84.) zum 3:1-Auswärtssieg. TVJ-Trainer Frank Oehlmann ärgerte sich: „Vielstedts Spiel lebte von den schnellen Stürmern. Zum Schluss wechseln sie dann einen Spieler ein, der gefühlte 2,50 Meter groß ist, und der macht mit seinem ersten Ballkontakt nach einer Ecke das 3:1“, schüttelte er den Kopf.

RW Hürriyet – SC Colnrade 3:1. Bereits nach fünf Minuten geriet RW Hürriyet durch Stefan Bruns mit 0:1 in Rückstand. RWH ließ sich davon aber nicht beirren, berappelte sich und ging durch Tore von Ibrahim Kara (21.), Mete Döner (41.) und Cihad Bayraktaroglu (45.+2) mit einer 3:1-Führung in die Pause. Danach gefiel Hürriyet weiterhin durch seine konzentrierte Spielweise und geschlossene Mannschaftsleistung. Die immer gefährlichen Konter der Gäste unterbanden die Gastgeber durch taktisch kluges Defensivverhalten. Hürriyets Spielertrainer Mete Döner atmete tief durch: „Puh, das war wieder eine schwere Aufgabe. Aber es sah vor allem in der zweiten Hälfte wieder nach vernünftigem Fußball aus, auch wenn wir keine Tore erzielt haben.“

FC Hude II - TSV Ganderkesee 0:0. Hudes Trainer Claus-Eibe Giehl konnte unterm Strich mit dem Punkt in dieser hart umkämpften Begegnung gut leben: „Kurz vor Schluss hätten wir den Lucky Punch setzen können, aber Ganderkesee umgekehrt genau so.“ Mit dieser leistungsgerechten Nullnummer endete die offen geführte Partie zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften des oberen Tabellendrittels. Der Huder Christian Nordbruch sah wegen Beleidigung kurz vor Schluss die Rote Karte.

SF Wüsting - Stenum II 4:2. Ein glückliches Händchen bewies Wüstings Trainer Florian Neumann mit der Einwechselung von Niklas Pook in der 65. Spielminute. Denn genau das brachte seinen Mannen schließlich drei Punkte für den hart erkämpften Heimsieg. Bis zu diesem Zeitpunkt stand es 2:2 nach Wüstinger Toren durch Cedric Peters (7.) und Tammo Luitjens (27.) sowie Gegentreffern von Mathias Gaster (42.) und Rouven Peters (50.). Dann kam der spielentscheidende, neue Impuls von außen, als Pook mit seinen beiden Toren in der 77. und 89. Spielminute für die Entscheidung des Spiels zugunsten der Sportfreunde sorgte – 4:2.

TV Falkenburg - SF Littel 2:2. Der TV Falkenburg ließ eine Vielzahl größter Torchancen ungenutzt. Falken-Trainer Georg Zimmermann war deshalb mit dem Unentschieden gegen das Schlusslicht Littel „überhaupt nicht zufrieden“. Die Gastgeber führten durch Rainer Ottomann früh mit 1:0 (1.), lagen zur Pause aber mit 1:2 zurück, weil Lutz Würdemann (9.) und Lennard Hoeke (33.) für die Gäste trafen. Littels Taktik, mit vielen langen Bällen zu agieren, ging zunächst voll auf. In der zweiten Hälfte spielte dann nur noch der TV Falkenburg, während sich Littel teilweise mit allen zehn Feldspielern am eigenen Strafraum einigelte. Mehr als das das 2:2 durch Thorsten Niehaus (77.) gelang den Hausherren trotz ihrer drückenden Überlegenheit aber nicht. „Wir waren einfach nicht clever genug“, schnaufte Zimmermann. „Manchmal muss man auch mal einfach nur die Pike hinhalten, um den Ball reinzumachen, das reicht ja schon.“