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1. Fußball-Kreisklasse Hicretspor und Wüsting trennen sich bei Wasserschlacht 1:1

Von Andreas Bahlmann, Andreas Bahlmann | 24.10.2017, 12:03 Uhr

Schmales Programm in der 1. Fußball-Kreisklasse: Am vergangenen Wochenende wurden nur vier von sieben angesetzten Partien ausgetragen. Beim SV Tungeln und RW Hürriyet waren die Plätze nicht bespielbar. Das galt auch beim TuS Vielstedt, der den Heimrechttausch aber nicht annahm – und am grünen Tisch gegen TuS Hasbergen verlor.

 KSV Hicretspor - SF Wüsting 1:1. Dieses Mittelfeldduell im Delmenhorster Stadion in Düsternort war eigentlich mehr eine Wasserschlacht und Rutschpartie als ein Fußballspiel. Auf dem schwer bespielbaren Platz fanden die Spieler kaum Halt und begingen viele unabsichtliche Foulspiele, weshalb Schiedsrichter Carsten Krudop die Partie häufig unterbrechen musste. „Nach dem ersten Kontakt war der Ball meistens weg“, meinte Wüstings Trainer Florian Neumann, der sich letztlich mit dem Ergebnis ebenso arrangierte wie Hicretspor-Trainer Timur Cakmak. Sven Rodiek brachte die Sportfreunde in Führung (35.), Burak-Nazif Yaman glich für Hicret aus (43.).

 VfL Stenum II - TV Jahn Delmenhorst II 5:1. Jahn führte durch Cherif Barry früh mit 1:0 (10.), doch am Ende feierte Stenum einen klaren Sieg dank Treffer von Merlin Dirks (17./85.), Tammo Oetken (24./41.) und Mathias Gaster (72.). „Nach einer Viertelstunde schien es so, als ob jemand den Stecker bei uns gezogen hatte“, ärgerte sich TVJ-Trainer Frank Oehlmann. „Ich kann das eigentlich gar nicht erklären, uns fehlt manchmal auch einfach mal das Glück.“ Nach der Führung gelang den Gästen auf dem rutschigen Geläuf praktisch nichts mehr, zumal Delmenhorst nach der Gelb-Roten Karte gegen Patrick Leu in Unterzahl spielte(45.). Stenums Trainer Uwe Hammes wollte nach dem Sieg nicht zu viel herummäkeln: „Das war für uns ein wichtiger Arbeitssieg, wir hätten mehr aus unserer Überzahl machen müssen.“

 TV Falkenburg - FC Hude III 3:4. Mit einer kämpferisch überzeugenden und mannschaftlich geschlossenen Leistung beendete der FC Hude III die Falkenburger Serie von zuletzt sechs Ligasiegen in Folge. FCH-Spielertrainer Dennis Bürmann freute sich: „Wir haben das ganz gut gemacht und ich hatte mir schon vor dem Spiel etwas ausgerechnet.“ Für die konzentriert agierenden Huder trafen Lennart Erren (5./32.), Dennis Schlarmann (31.) und Patrick Westermann (73.). Die Falkenburger Treffer erzielten Dominque Streif (24.), Marco Giovanni D’Elia (72.) und Nils-Sören Wendlandt (83.). Das zwischenzeitliche Huder 4:2 durch Westermann fiel direkt nach dem Falkenburger 2:3 und dem Wiederanstoß auf ganz kuriose Weise: Erren spielte den Ball vom Mittelpunkt zurück auf Bürmann, dessen geplante Diagonalflanke verunglückte und stattdessen erst vor Falken-Keeper Jan-Niklas Krause auf- und dann über diesen sprang. Patrik Westerman reagierte am schnellsten und schob den Ball ins leere Tor. Falkenburgs Trainer Georg Zimmermann machte nach dem Spiel die mangelnde Einstellung für die Heimniederlage verantwortlich: „Wir müssen uns heute alle an die eigene Nase fassen und sagen: Wir haben das selbst vermasselt.“

 TSV Großenkneten II - FC Hude II 1:3. TSV-Trainer Andreas Gronewold redete nicht lange um den heißen Brei herum: „Für ein Kunstrasenspiel war das fußballerisch wirklich schlecht und zu wenig für die 1. Kreisklasse.“ Seine Elf verlor vor allem durch Diskussionen mit dem Schiedsrichter zunehmend die Konzentration. Beide Mannschaften setzten vermehr auf Kampf und Einsatz, weil sie wenig spielerische Lösungen fanden. Von zwei schlechten Mannschaften waren die Gäste die noch etwas bessere und siegten nach Toren von Marvin Radzankowski (20.), Sebastian Trey (53.) und Sebastian Voigt (77.). Den zwischenzeitlichen Kneter Ausgleich hatte Marco Möhring (30.) erzielt. Hudes Trainer Stefan Hilgenberg war nach dem Sieg zufrieden: „Unser taktisches Verhalten wird immer besser und wir nehmen diese gute Phase gerne mit.“

Die Partien SV Tungeln - TV Munderloh und RW Hürriyet Delmenhorst - TV Munderloh II fielen wegen Unbespielbarkeit der Plätze aus. Der TuS Vielstedt trat zu seinem Spiel gegen Tabellenführer TuS Hasbergen nicht an. Erstens, weil der Platz TuS-Platz nicht bespielbar war, zum anderen weil Vielstedt den vorgeschlagenen Heimrecht-Tausch nicht annahm und sich beide Teams nicht über eine Verlegung einigen konnten. „Ein Heimrechttausch hätte uns nicht weitergeholfen, da mir momentan einfach nicht genügend Spieler zur Verfügung stehen“, erklärte Vielstedts Trainer Hans Borchers. „Mit den vielen Aushilfen aus unserer Zweiten hätten wir in Hasbergen zweistellig einen auf die Mütze bekommen, darauf hatte ich nun echt keinen Bock.“ Das Spiel wurde deshalb bereits mit 5:0 Toren und drei Punkten für Hasbergen gewertet.