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1. Fussball-Kreisklasse Jörg Gehrmann verfolgt mit dem SV Tungeln ehrgeizige Ziele

Von Andreas Bahlmann, Andreas Bahlmann | 30.06.2017, 10:31 Uhr

Die Fußballer des SV Tungeln starten mit einem neuen Trainer in die Saison 2017/2018: Jörg Gehrmann schätzt schon nach wenigen Wochen das angenehme Arbeitsumfeld und die Bedingungen bei der Mannschaft aus der 1. Kreisklasse. Er will mit dem Team mittelfristig in die Bezirksliga zurückkehren.

Es tut sich was beim SV Tungeln, das ist unübersehbar. Beim kleinen Sportverein aus der Gemeinde Wardenburg entsteht in Kürze ein Sprinthügel, ein Beach-Soccer-Feld und demnächst auch ein „Kleinfeld-Käfig“ mit Kunstrasen. Auch auf dem Trainer-Posten der Fußballer gibt es zur neuen Saison eine Veränderung: Nachdem Darius Mandok frühzeitig seinen Abschied vom SVT angekündigt hatte (und nun beim TV Metjendorf gelandet ist), präsentierte der Verein im Mai seinen Nachfolger: Jörg Gehrmann.

SV Tungeln lässt nicht locker

Der 53-Jährige trainierte in der Vergangenheit unter anderem Tura 76 Oldenburg, TuS Eversten, TV Metjendorf, VfB Oldenburg und TuS Ofen. Seine letzte Tätigkeit endete im März 2016 nach drei Jahren bei den 2. Herren des TuS Eversten (1. Kreisklasse Oldenburg-Stadt). Damals trat er aus persönlichen Gründen vom Traineramt zurück, bemühte sich jedoch anschließend nicht mehr um ein neues Betätigungsfeld – und hatte sich ganz gut auf seine trainerlose Zeit eingerichtet, „bis ich dann dieses Jahr beim Osterfeuer in Tungeln war,“ erzählt Gehrmann und fährt lachend fort: „Die haben dann auf mich eingeredet, mich bearbeitet und nicht lockergelassen, bis ich mir dachte: Ja, warum soll ich eigentlich nicht den SV Tungeln trainieren?“

Jörg Gehrmann lobt Bedingungen

Gehrmann, der seit seinem 30. Lebensjahr in der Gemeinde Wardenburg lebt, freut sich auf seine neue Aufgabe. Nicht zuletzt, weil er die Unterstützung und die Bedingungen in Tungeln schon jetzt schätzt. Besonders angetan ist er von dem Kleinfeld-Käfig, in dem der Verein auch im Winter kicken kann, was vor allen Dingen der Initiative und dem persönlichen Engagement des ehemaligen VfB-Oldenburg-Profis Peter Darsow zu verdanken ist. „Was Peter hier leistet, das ist gar nicht hoch genug zu bewerten. Überhaupt, die Bedingungen und die Unterstützung, die einem hier im geboten werden, findet man nur bei ganz wenigen Vereinen“, spart Jörg Gehrmann nicht mit Lob und weiß aus seiner mittlerweile 25-jährigen Erfahrung als Trainer, wovon er spricht.

Ehrgeizige Ziele

Die kommende Saison in der 1. Kreisklasse geht der neue Trainer ehrgeizig an. Wenn er etwas mache, „dann auch für länger und nicht nur für zwei Jahre oder so. Mein langfristiges Ziel ist es, irgendwann mit diesem Verein auf Bezirksebene zu spielen.“ Zuletzt spielte der SVT 2006/2007 in der Bezirksliga, wo er als 15. abstieg. Der wichtigste Schritt ist es für Gehrmann, dass wieder Harmonie in die Mannschaft einkehrt. In dieser Hinsicht hatte es zwischen der Mannschaft und Gehrmanns Vorgänger Mandok durchaus Dissonanzen gegeben.

Suche nach Co-Trainer läuft

Der Coach wünscht sich auch eine starke zweite Mannschaft, die einen tragfähigen Unterbau bildet. „Da mus schon noch nachgerüstet werden“, findet Gehrmann. Der gebürtige Berliner wünscht sich leistungsorientierte Nachwuchsförderung mit durchgängig besetzten Jugend-Altersklassen. „Das sieht doch bis jetzt auch ganz gut aus“, findet der DFB-B-Lizenz-Inhaber. Der Verein stellt bis zur B-Jugend alle Teams alleine, die A-Junioren treten gemeinsam mit Littel, Wardenburg und SW Oldenburg in einer Spielgemeinschaft an.

Wie ernst es Neu-Coach Jörg Gehrmann mit seinen Zielen ist, merkt man auch daran, dass er sich mit der Wahl des Co-Trainers noch Zeit lässt. „Das muss einfach passen“, begründet er. Keine Frage: Es tut sich einiges bei dem kleinen Dorfverein SV Tungeln.