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1. Fußball-Kreisklasse Kader der SF Littel besteht nur aus 15 Spielern

Von Lennart Bonk, Lennart Bonk | 04.03.2016, 10:00 Uhr

Die Fußballer der SF Littel kämpfen in der 1. Kreisklasse gegen den Abstieg. Der Mannschaft gehören nur 15 Spieler an.

Auf einen breiten Kader kann Eugen Frank, Trainer der Sportfreunde Littel-Charlottendorf, mit nur drei Punkten aus 14 Begegnungen Vorletzter der 1. Fußball-Kreisklasse, wahrlich nicht bauen. Zu Saisonbeginn stand ihm noch ein 22 Mann starkes Aufgebot zur Verfügung. Für die Rückrunde gehören dem Kader lediglich 15 Aktive an. Nach vielen Niederlagen haben einige Spieler das Team verlassen oder sind in die zweite Mannschaft des Vereins gewechselt.

2:5-Niederlage in Wüsting

Beim ersten Ligaspiel der Rückserie vor einer Woche gegen die SF Wüsting ist Littel mit nur 13 Spielern angereist und verlor mit 2:5. „Wir haben gegen Wüsting gut gespielt. Leider haben wir einige hochprozentige Chancen liegen lassen. Es hätte auch zu unseren Gunsten ausgehen können“, meint Trainer Frank.

Trainer lobt Charakter seiner Spieler

Dass er nur 15 Spieler im Kader hat, ist für ihn mittlerweile normal. „Es ist mehr ein strukturelles, als ein personelles Problem“, erklärt der Coach der Sportfreunde. Der Verein sei aufgrund seiner Größe für viele Fußballer nicht attraktiv genug. Seit Jahren trainiert er mit demselben Stamm. Nur selten würden sich Spieler dem Verein anschließen.

„Das Problem haben alle kleinen Vereine. Da muss der Charakter der Spieler stimmen. Bei uns ist das der Fall“, lobt Frank seine Mannschaft. Auch wenn das Kellerdkind, das aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber GW Kleinenkneten den vorletzten Rang einnimmt, das letzte Mal am 30. August in einem Pflichtspiel siegte (2:1 gegen Kleinenkneten), kann Frank immer auf seine Spieler zählen. Viermal pro Woche trainiert er und sieht die Elf im konditionellen Bereich bestens aufgestellt. „Die Mannschaft wird auch in der kommenden Saison so zusammenbleiben“, erzählt Frank und fügt hinzu: „Aber wir würden uns freuen, wenn sich uns noch Spieler anschließen würden.“